Häftlinge dürfen grundsätzlich auf Briefseiten ihr Sperma an ihre Partner versenden. Doch darin liegt im rechtlichen Sinne kein Schriftwechsel, sondern ein erlaubnispflichtiger Paketversand. Das hat das Landgericht (LG) Hagen entschieden (Beschl. v. 08.07.2026, Az. 62 StVK 35/26 Vollz).
“Wer eigenes Ejakulat versendet, hat vorher keine geistige Leistung erbracht und transportiert damit auch keine Gedanken”, so das LG.
Ich muss hier dem Landgericht entschieden widersprechen!
Wissen die etwa gar nicht, dass man auch mit dem Schwanz denken kann?
darüber hinaus würde ich anmerken dass sperma ja sowieso genetische informationen transportiert und daher ist es ein informationstransport, also brief.
Und noch dazu, dass es heute Versuche gibt, digitale Dateien in DNA, gleich wie Sperma, zu speichern
Mit dem Schwanz ja, aber mit dem Ejakulat?
Naja, du denkst ja auch mit deinem Kopf. Das zu Papier gebrachte Wort ist das Ergebnis deiner geistigen Leistung.
Also wenn man auf die Vorderseite was draufschreibt, und auf die Rückseite draufwichst, ist das dann ein Paket oder ein Brief?
Und was ist wenn man mit dem Sperma schreibt, quasi als unsichtbare Tinte.
Sie ist so unsichtbar, dass man ihre Anwesenheit erst nach 9 Monaten erkennt! /s
“Auch eine schriftliche Inbezugnahme der Substanz würde sie nicht in einen Gedanken übersetzen, sondern bloß auf die Versendung hinweisen.”
Es wäre also immer ein Warenversand.
Wär das aber immer noch der Fall wenn man das Sperma bloß als Klebstoff für die Postmarke benutzte? 🤔
Ich glaub das hängt von der Menge ab und darf nicht die übliche Klebstoffmenge für Briefmarken - wie hoch die auch immer sein mag - überschreiten.
Juristen leben in ihrer eigenen Welt
Wie schon dem Subtext zu entnehmen geht es um die Frage ob der Häftling für den Versand des Briefes eine Genehmigung brauch. Für Briefe ist dies nicht der Fall. Wann ist also ein Brief ein Brief? Scheint so als würde die Definition eine Form geistigen Erzeugnisses voraussetzen, daher die Frage ob das Ejakulieren auf eim Stück eine geistige Produktion darstellt.
Da Juristen so arbeiten wirken aus dem Kontext gelöste Urteils entscheidende Subsumptionen immer etwas absurd.
Ich würde Warensendung mit der Post empfehlen, spart Porto. 500 g sollten ja reichen.
Einfach das Sperma als Tinte verwenden.