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    3 days ago

    Es ist alles viel schlimmer. (Das Problem besteht nicht nur aus der AfD. Eine reine NSDAP Nachfolgepartei würde sich entzaubern.)

    Die jetzigen Parteien haben die Bürger für den Wohlstand der Elite verarscht und die Elite hat mit ihren Medien die AfD etabliert für die, die das ändern wollen.

    Die Bevölkerung ist gespalten. Statt miteinander zu reden und einen Ausweg zu finden, bekämpfen sich beide Seiten.

    Die AfD hat keine 50%. D.h. wir hätten Zeit, gegenseitiges Verständnis zu erarbeiten und die etablierten Parteien von Korruption zu befreien, so dass AfD Wähler sie wieder wählen können und wir nicht verarscht werden.

    • GardenGeek@europe.pub
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      3 days ago

      Mag sein, dass du grundsätzlich Recht hast.

      Allerdings sehe ich es Mittlerweile so, dass das abgleiten in Korruption und Oligarchie ein Kernfeature von repräsentativen Regierungssystemen mit kapitalistischem Wirtschaftssystem ist. Solange Egoismus und Opportunismus systematisch belohnt wird schafft es das Kapital immer nach und nach die Regulierungen auszuhöhlen die den Kapitalismus bändigen sollten… schlichtweg weil diejenigen mit viel Geld noch mehr Geld verdienen wollen und sich qua intrinsischer Logik des Systems den Einfluss kaufen können das auch um zu setzten.

      Imho werden wir den Kapitalismus absehbar nicht los, um ihn einzudämmen sollten wir wenigstens mal drüber nachdenken von den auf dauer immer korrupten Repräsentaten weg zu kommen.

      /edit: Und die AfD will einen Scheiß ändern. Liest man deren Wahlprogramm ist das der feuchte Traum eines jeden Neoliberalen.

      • plyth@feddit.org
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        3 days ago

        drüber nachdenken von den auf dauer immer korrupten Repräsentaten weg zu kommen.

        Also die Oligarchen direkt regieren lassen oder Umstellung auf Basisdemokratie?

        feuchte Traum eines jeden Neoliberalen.

        Wesswegen die AfD Probleme bekommen wird, wenn all die Übermenschen feststellen, dass sie gar nicht so viel wert sind.

        Wenn die Elite die Politik kontrolliert, ist Neoliberalismus aber gar nicht so schlecht, da man dann als Bevölkerung Handlungsspielraum hat, seine sozialen Absicherungen selber zu gestalten. Eine Krankenversicherung kann z.B. auch eine Genossenschaft sein oder Menschen können selber eine umlagenbasierte Rente aufbauen, bei der die Beiträge nicht gedeckelt sind.

        • GardenGeek@europe.pub
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          3 days ago

          Also die Oligarchen direkt regieren lassen oder Umstellung auf Basisdemokratie?

          Basisdemokratie. Aber die Meinung ist unpopulär.

          Eine Krankenversicherung kann z.B. auch eine Genossenschaft sein oder Menschen können selber eine umlagenbasierte Rente aufbauen, bei der die Beiträge nicht gedeckelt sind.

          Alles tolle Ideen…in der Theorie. In der Praxis scheiter das daran, dass sich Kapital im Kapitalismus nunmal naturgegeben akkumuliert. Heißt die Gestaltungsmöglichkeiten der Elite sind viel größer als die des Durchschnittsbürgers. Oder ums konkret an deinem Beispiel fest zu machen:

          1. Der Durchschnittsbürger hat nicht genug Geld über um selbst vorzusorgen weil das Kapital alles abzieht (siehe historische Parallele zur frühen Industrialisierung: Die Arbeiten hätten sich sicher genossenschaftlich organisiert wenn sie denn die Mittel gehabt hätten, hatten sie aber nicht…und werden sie nicht haben).

          2. Das Kapital kann das politische System so gestalten das selbst deine guten Ideen im Endeffekt nur zu ihrer Bereicherung und der Ausbeutung der Mehrheit dienen. Auch Genossenschaften kann man korumpieren wenn kein Rechtsschutz besteht.

          Neoliberalismus impliziert zudem die vergesellschaftung der Verluste und die priavtisierung der Gewinne. In einem solchen System kann die Mehrheit langfristig nicht gewinnen.

          • plyth@feddit.org
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            3 days ago

            Basisdemokratie. Aber die Meinung ist unpopulär.

            Wir entscheiden schon basisdemokratisch unsere Abgeordneten und wählen nicht in unserem Interesse. Wie kann die Masse intelligente Entscheidungen treffen?

            Neoliberalismus impliziert zudem die vergesellschaftung der Verluste und die priavtisierung der Gewinne. In einem solchen System kann die Mehrheit langfristig nicht gewinnen.

            Ich glaube die Lösung ist die Vermögensteuer. Die Elite kann ihre Prozesse dann beliebig optimieren, am Ende zahlt sie für die Infrastruktur.

            Wenn Basisdemokratie funktioniert dann kann sich die Gesellschaft auch so aufstellen, dass sie selber noch etwas abbekommt.

            • GardenGeek@europe.pub
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              2 days ago

              Wir entscheiden schon basisdemokratisch unsere Abgeordneten und wählen nicht in unserem Interesse. Wie kann die Masse intelligente Entscheidungen treffen?

              Aus meiner Sicht sprechen mehrere Gründe im aktuellen System dagegen:

              1. Der Wähler wird alle 4 Jahre zu seiner Meinung nach allen Themen auf einmal gefragt. Das schafft wenig Motivation sich zu informieren, viele tun das einmal 2 Wochen vor der Wahl.
              2. Selbst diese Entscheidung wird danach noch von Koalitionsverhandlungen, Korruption und Lobbyismus verwässert. Die tatsächliche Wahlentscheidung, und mit ihr der Aufwand der in ihren qualifizierte Findung geflossen ist, werden so systematisch entwertet.
              3. Dank der Repräsentanten können eigene schlechte Entscheidungen immer auf ,die da oben" abgewälzt werden, es besteht als wenig Motivation für einen Lernprozess da immer ein Sündenbock zur Verfügung steht.

              Meiner Meinung nach haben wir repräsentative Systeme aus logistischen Gründen entwickelt, weil Echtzeitkommunikation mit allen Mitgliedern unserer Geselleschaft bis vor 20 Jahren unmöglich schien. Durch das Internet ist diese Möglichkeit nun Realität und der Grund für Einführung von potentiell immer korumpierbaren Repräsentanten (grade in einem kapitalistischen Wirtschaftssystem) entfällt.

              Wenn Basisdemokratie funktioniert dann kann sich die Gesellschaft auch so aufstellen, dass sie selber noch etwas abbekommt.

              Stimmt, an dem Punkt sind wir aber (noch) nicht.

              Ich glaube die Lösung ist die Vermögensteuer. Die Elite kann ihre Prozesse dann beliebig optimieren, am Ende zahlt sie für die Infrastruktur.

              Da stimme ich dir zu. Ich denke nur man wird das als Bedingung für wirtschaftliche Aktivitäten hier formulieren müssen. Sonst sitzen, wie jetzt schon, Kühne & Müller und Co. alle in der Schweiz und erfreuen dort den Kantons-Säckel.

              • plyth@feddit.org
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                2 days ago

                Durch das Internet ist diese Möglichkeit nun Realität und der Grund für Einführung von potentiell immer korumpierbaren Repräsentanten (grade in einem kapitalistischen Wirtschaftssystem) entfällt.

                Theoretisch stimmt das. Lemmy ist ein Echtzeitwahlsystem. Praktisch braucht man noch einen Weg, dass der Hivemind sich auch unbequeme Fakten anschaut.

                Ich denke nur man wird das als Bedingung für wirtschaftliche Aktivitäten hier formulieren müssen.

                Volle Zustimmung. Seltsamerweise fehlt das in den aktuellen Artikeln zur Vermögensteuer.

                • GardenGeek@europe.pub
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                  1 day ago

                  Praktisch braucht man noch einen Weg, dass der Hivemind sich auch unbequeme Fakten anschaut.

                  Ist ein häufig genutzes Argument.

                  Im ersten Moment auch völlig nachvollziehbar, ich habe jedoch anekdotische Evidenz die mir da Hofffnung macht: Ich bin Mitglied in diversen Vereinen und Gesellschaften. In nahezu allen waren in den letzten Jahren Beitragserhöhungen ein Thema, also an sich etwas negatives für die Mitglieder. Nachdem im Kassenbericht die Situation dargelegt und die Vorstände ihre Argumentation erläutert haben wurden in allen Mitgliederversammlungen an denen ich teilgenommen habe die Beitragserhöhungen mit sehr großer Mehrheit beschlossen, oft sogar einstimmig.

                  Es ist also durchaus so, dass basisdemokratisch auch unangenehme Entscheidungen getroffen werden können wenn die Entscheidungsgrundlage vernünftig kommuniziert und verstanden wird.