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Ist halt Blödsinn dass du dir das erarbeitet hast, du hast schlicht Glück gehabt mehr nicht.
Du verwechselst survivorship bias mit irgendeiner taktischen Überlegung.
Dass du mehrere Male ein Studium angefangen hast und Arbeitnehmer durchgewechselt ist keinerlei Leistung und auch kein prärequisit für deine derzeitige Situation. Du hast glück gehabt dass dich ein Arbeitnehmer wollte obwohl dein Lebenslauf aus war und du hast Pech gehabt dass du durch mehrere Stellen gehen musstest.
Ich hab meinen Job mit dem ich zufrieden bin vom Jobcenter bekommen. Hab kein Studium und auch nur mäßig viele Arbeitnehmer durchgehen müssen.
Nur weil du irgendwann mal.glück gehabt hast wenn du andauernd auf die schnauze fällst beweist das nicht dass man glück provozieren kann. Es beweist nur dass einige Menschen so Geistesabwesend sind dass sie ihren desaströsen weg glorifizieren und den Zufall den sie ausgesetzt waren eine Bedeutung zumessen wenn es am Ende gut geht.
Das es am Ende aber ausschließlich glück war und sie auch nach 5, 8 oder 14 Jobs und Studigängen immer noch rumpimmeln könnten, wie es anderen erging - dafür fehlt die Empathie, weil “bei mir funktionierte es.”
Genauso beim Haus, du hattest Glück dass du keine Maklerin hattest die das als frech wahrnahm und dich dann auf das Abstellgleis stellte.
Nur weil du es öfters versuchst ändert das gar nichts an Wahrscheinlichkeiten. Es ändert sich nur deine Perspektive auf das was du als ““deine Leistung”” wahrnimmst, offensichtlich.
Ich war mit meinen Jobs auch immer „zufrieden“, so wie du. Ich wollte aber mal eine Gehaltserhöhung. Habe ich nie bekommen. Nur durch einen Jobwechsel.
Ich kenne viele Leute, die Jobs nicht wechseln wegen was-auch-immer-als-Grund-meist-vorgeschoben wird.
Das ist schön, dass du meinst ich würde es als meine Leistung hinstellen. Ich bin die letzten Jahre auf einige Menschen getroffen, die einen ähnlichen Lebensweg hatten wie ich, aber es eben schlechter hatten.
Da habe ich mir selbst die Fragen gestellt, warum ich da bin, wo ich bin. Und es sind die Weichen im Leben, die ich anders abgebogen bin. Und dazu gehörte immer auch Mut für Veränderung und der Wille etwas durchzuziehen.
Den hatte der Eine nicht, der mich immer vollgejammert hat wegen zu viel Arbeit. Gleiches Baujahr, gleicher Jugendort, ähnliches Studium, sehr ähnliche Vita irgendwie. Ich habe ihm relevante Jobpostings der Firma geschickt und Insidertipps, wenn ich die Positionen kannte. Er hat nicht gewechselt. Weil, tja irgendwas war immer.
Oder der andere, der die gleiche Ausbildung hatte wie ich und dann den technischen Fortschritt nicht mitgemacht hat. Warum auch immer. Muss man ständig am Ball bleiben in meiner Ecke. Der hat inzwischen einen Scheissjob. Seit einem Jahrzehnt.
Hötte mit auch passieren können. Ich habe dann immer regelmäßig umgelernt.
Aus deiner Perspektive ist das dann alles nur: Glück gehabt der Eine. Und Pech der Andere.
Und die Menschen haben keinen Einfluss auf ihr Leben. Sehe ich anders. Ich lebe und gestalte mein Leben gerne selbst. Ist anstrengend, das sehen die Leute dann immer nicht. Weil es heisst ja dann: Der hat einfach nur Glück gehabt.
Jo Glück ist halt der ausschlaggebende Faktor und das ignorierst du.
Aber bitte, wenn du deine Persönlichkeit auf Zufall aufbauen willst - Leute wie dich kann man nur schwer dazu bewegen zu erkennen, dass die eigenen Taten, kaum etwas bewirken, weil das eigene Ego, die tatsächliche Bedeutungslosigkeit nicht zu lässt.
Wenn jemand wie du die eigene Insignifikanz tatsächlich begreifen wird, das passiert dann in der späteren Midlife crisis, wird er entweder zum Mörder oder Selbstmörder, weil buchstäblich alles verloren gegangen ist. Weil es in den Leben dieser Personen, fundamental nur eine Sache gab: man selbst.
So wie ich den betrunkenen Pirat verstehe, geht es ihm insb um den ‘Mut zur Veränderung’ und den Biss, es am Ende auch durchzuziehen.
Da würde ich ihm tendenziell schon zustimmen. Ich habe Leute in meinem Umfeld, die sind immer eher den ‘bequemeren’ Weg gegangen und waren immer eher zufrieden mit dem, was sie haben - und ich habe Leute in meinem Umfeld, die ziemlich verbissen in Positionen gestrebt sind, die sie gerne noch erreichen wollten. Zufrieden sind am Ende beide und für mich hat das auch null mit Wertung zu tun. Aber Wille und Mut zur Veränderung und das auf Ziele hinarbeiten würde ich schon entscheidende Faktoren für finanziellen Erfolg nennen.
Natürlich braucht es das, allerdings sowohl auf der einen Seite dann Glück als ausschlaggebenden Faktor auszuschließen und auf der anderen Seite zu sagen dass dieses Durchbeißen reicht um durch Arbeit reich zu werden, nach dem er sowohl zugibt dass er nicht reich ist (aus Gründen) und sich stets weigert die Tatsache anzuerkennen dass man um solche Möglichkeiten zu erhalten sowieso erstmal Glück braucht, ist einfach kindisch und inkohärent.
Solche Leute bemerken nur ihre eigenen Privilegien und machen dementsprechend unterpriviligierte Personen für den Faktum der falschen Geburt verantwortlich.
Der Betrunkene Pirat ist schlicht etwas schlicht.
Ich würde sagen: man braucht auch Glück, aber nicht nur.
Nur Glück reicht, wenn du einfach nur die Kohle deiner Eltern erbst, ohne irgendwas dafür machen zu müssen. Aber das hat er ja wohl gerade nicht.
Diese “Gründe” kenne ich nicht. Aber “reich” ist subjektiv. Ein Schulkumpel (alleinerziehende Mutter, vom Vater sitzen gelassen) hat mal gesagt ‘für mich ist jeder reich, der in einem eigenen Haus wohnen kann’. Mindestens für ihn ist der Betrunkene Pirat also schon mal reich, auch wenn der das nicht so sieht.
Ich habe auch nirgends behauptet man bräuchte nur Glück.
Mal ganz davon ab dass du auch sagst glück alleine kann reichen.
Der Punkt um den es hier Eingangs mal ging war, Arbeit alleine kann reichen. Und das kristallisiert sich immer mehr und mehr selbst unter den proponenten der These als hirnverbrennte Propaganda heraus.
Ja, nur wenn wir die Anekdoten weg lassen und mal ein klein wenig erwachsen würden, wüssten wir dass reich derjenige ist der sich aussuchen kann ob er arbeitet, weil die Erträge die er aus seinem Besitz erhält ausreichen um seinen Lebensbedarf zu decken.
Natürlich kann man sich das Leben jetzt schön reden, so wie man auch an den Weihnachtsmann glauben kann, aber das ist halt schlicht kindisch. Und mit Kindern reden ich nicht über das Leben oder Finanzen.
Edit
Kinder werden in dieser Welt von den Reichen vergew*ltigt. Aber ich schätze mal die Kinder haben nur nicht richtig gearbeitet, sonst wären sie ja nicht in der Lage :-)
Aber sagst du nicht genau das, wenn du schreibst:
Für mich klingt das so, dass du schon der Meinung bist, dass dieser finanzielle Erfolg nur auf Glück, nicht auf Arbeit basiert. Das halte ich für falsch. Denn wie er ja auch schon sagte, kann man sein ‘Glück’ durchaus aktiv beeinflussen, indem man Risiken eingeht, Dinge durchzieht, etc. Das ist die ‘Arbeit’ daran. Nicht ‘Arbeit’ iSv ‘ich mache brav 8h pro Tag, was mein Chef von mir will’, sondern ‘Arbeit’ iSv ‘mir reicht das hier nicht, wie geht es noch besser?’.
Im Fall eines reinen Erbens. Aber davon reden wir hier ja nicht, denn das hat der Pirat ja offenbar nicht getan.
Das kann eine Definition von ‘reich’ sein, ja. Aber lass bitte nicht so tun, als wäre das die einzige. Das wollte ich mit der Anekdote ausdrücken.
Wer macht das? Ich plädiere für einen realistischen Blick auf die Dinge, auch wenn die Versuchung für zugespitzte, emotionalisierte Schwarz-Weiß-Betrachtungen groß ist. So wie das hier btw:
Und hier mal eine Version ohne Paywall.
So kann auch die @rschkri€cher Fraktion versuchen, beim Thema zu bleiben ohne “Reichtum” oder “Arbeit” zu pervertieren.
Okay ja nicht nirgends, sondern Der Punkt ist.
Ja, aber dann definiert ihr halt schlicht das Problem weg.
Weil in dem Artikel und generell die Erwartung ist dass man durch Arbeit, soll heißen Lohnarbeit reich werden können soll. Wenn ihr das jetzt verneint, dann stimmt ihr nur, erneut, mit und dem Artikel überein. Und weiterhin definiert ihr Glück in Arbeit um und hinein.
Doch, eigentlich geht es um den Erwerb von Reichtum und wie das funktioniert und in Deutschland ist Erben der mit Abstand gängigste Weg an Reichtum zu gelangen.
Und da ihr versucht den Begriff der Arbeit zu entwerten, werde ich weiterhin den Begriff der Arbeit stärken: Arbeit ist nicht “Risiken eingehen” oder das sehr vage “Dinge durchziehen”. Klos putzen ist Arbeit. Löcher buddeln ist Arbeit. Tische bauen ist Arbeit. Einer Gala beiwohnen und mit dem richtigen Menschen zur richtigen Zeit sprechen ist keine Arbeit, sondern Glück.
Ja nur deine Anekdote ist Blödsinn, weil man nun mal funktionierende Definitionen braucht und wenn man im Kontext von Arbeit anfängt Reichtum als “Gesundheit und eine liebende Familie :)” definiert ist das die Grundlage für die Rechtfertigung von tödlicher Armut, weil Geld als das was ist, die Universal Ressource, zu Obdach und Nahrung, ignoriert wird.
Also klar ist die richtige Definition nicht die einzige, aber falsche Definitionen sind unbrauchbar.
Wo das? Das einzige was du machst ist die Realität verzerren. Du ignorierst das 75% der Milliardäre ihren Reichtum aus Erbschaften erhalten, dass die restlichen 25% ihren Reichtum aus keiner Arbeit sondern Verwaltung erhalten.
Und mal ein Ausschnitt aus dem Artikel den ihr gleichzeitig vehement ablehnen wollt und dennoch regelmäßig aus Verblendung bestätigt; der Reichtumsforscher antwortet auf die Frage was Reiche Menschen antreibt:
Aber ja, es ist ja nur die Wissenschaft und nicht das was ihr wollt. Definitiv kein Zeichen für egozentrische Menschen…
Danke für deine psychologische Untersuchung. Da bin ich weit von entfernt.
Wenn du ein Leben führen möchtest, in dem du dich als Fremdgesteuert empfindest mit keinem Einfluss auf dein Lebensglück, dann mache es. Wenn du meinst du bist dabei
glücklicherzufriedener. Nur gut.Ich für meinen Teil möchte und werde so ein Leben nicht führen.
Es geht mir persönlich halt um die Wahrheit und nicht um eine Fantasterei. Dafür bin ich zu alt.