• derAbsender@piefed.social
    link
    fedilink
    English
    arrow-up
    1
    ·
    edit-2
    2 days ago

    Aber sagst du nicht genau das, wenn du schreibst:

    Ist halt Blödsinn dass du dir das erarbeitet hast, du hast schlicht Glück gehabt mehr nicht.

    Natürlich braucht es das, allerdings sowohl auf der einen Seite dann Glück als ausschlaggebenden Faktor auszuschließen

    Okay ja nicht nirgends, sondern Der Punkt ist.

    Für mich klingt das so, dass du schon der Meinung bist, dass dieser finanzielle Erfolg nur auf Glück, nicht auf Arbeit basiert. Das halte ich für falsch. Denn wie er ja auch schon sagte, kann man sein ‘Glück’ durchaus aktiv beeinflussen, indem man Risiken eingeht, Dinge durchzieht, etc. Das ist die ‘Arbeit’ daran. Nicht ‘Arbeit’ iSv ‘ich mache brav 8h pro Tag, was mein Chef von mir will’, sondern ‘Arbeit’ iSv ‘mir reicht das hier nicht, wie geht es noch besser?’.

    Ja, aber dann definiert ihr halt schlicht das Problem weg.

    Weil in dem Artikel und generell die Erwartung ist dass man durch Arbeit, soll heißen Lohnarbeit reich werden können soll. Wenn ihr das jetzt verneint, dann stimmt ihr nur, erneut, mit und dem Artikel überein. Und weiterhin definiert ihr Glück in Arbeit um und hinein.

    Im Fall eines reinen Erbens. Aber davon reden wir hier ja nicht, denn das hat der Pirat ja offenbar nicht getan.

    Doch, eigentlich geht es um den Erwerb von Reichtum und wie das funktioniert und in Deutschland ist Erben der mit Abstand gängigste Weg an Reichtum zu gelangen.

    Und da ihr versucht den Begriff der Arbeit zu entwerten, werde ich weiterhin den Begriff der Arbeit stärken: Arbeit ist nicht “Risiken eingehen” oder das sehr vage “Dinge durchziehen”. Klos putzen ist Arbeit. Löcher buddeln ist Arbeit. Tische bauen ist Arbeit. Einer Gala beiwohnen und mit dem richtigen Menschen zur richtigen Zeit sprechen ist keine Arbeit, sondern Glück.

    Das kann eine Definition von ‘reich’ sein, ja. Aber lass bitte nicht so tun, als wäre das die einzige. Das wollte ich mit der Anekdote ausdrücken.

    Ja nur deine Anekdote ist Blödsinn, weil man nun mal funktionierende Definitionen braucht und wenn man im Kontext von Arbeit anfängt Reichtum als “Gesundheit und eine liebende Familie :)” definiert ist das die Grundlage für die Rechtfertigung von tödlicher Armut, weil Geld als das was ist, die Universal Ressource, zu Obdach und Nahrung, ignoriert wird.

    Also klar ist die richtige Definition nicht die einzige, aber falsche Definitionen sind unbrauchbar.

    Ich plädiere für einen realistischen Blick auf die Dinge

    Wo das? Das einzige was du machst ist die Realität verzerren. Du ignorierst das 75% der Milliardäre ihren Reichtum aus Erbschaften erhalten, dass die restlichen 25% ihren Reichtum aus keiner Arbeit sondern Verwaltung erhalten.

    Und mal ein Ausschnitt aus dem Artikel den ihr gleichzeitig vehement ablehnen wollt und dennoch regelmäßig aus Verblendung bestätigt; der Reichtumsforscher antwortet auf die Frage was Reiche Menschen antreibt:

    Druyen: Es ist nicht die Besessenheit, reich werden zu wollen. Es ist eher der Drang, etwas maximal zu verändern und Einfluss auf die Geschichte zu nehmen. Das sind oft getriebene Menschen, die egozentrisch und enthusiastisch auf ein Geschäftsmodell fixiert sind.

    Aber ja, es ist ja nur die Wissenschaft und nicht das was ihr wollt. Definitiv kein Zeichen für egozentrische Menschen…

    • Quittenbrot@feddit.org
      link
      fedilink
      arrow-up
      1
      ·
      edit-2
      2 days ago

      Weil in dem Artikel und generell die Erwartung ist dass man durch Arbeit, soll heißen Lohnarbeit reich werden können soll.

      Wenn Herr Druyen davon redet, dass es heute leichter geworden ist, reich zu werden, da man dafür nur noch eine App oder eine Idee braucht, während es früher Ölbarone, Industrielle oder Reeder waren, dann klingt das nicht so, als sei es früher mit reiner Lohnarbeit möglich gewesen. Sondern die flankierenden Punkte, die auch heute gelten, galten schon damals.

      Ja, aber dann definiert ihr halt schlicht das Problem weg.

      Und du? Wenn du die Definition von “reich” auf “kann von seinem Vermögen leben” verengst?

      Der Punkt ist: du bist offenbar der Meinung, dass man es nicht in den eigenen Händen hat, sondern passiv dem ausgeliefert ist, was einem das Schicksal ranspült. Der Pirat ist nicht dieser Meinung, und ich würde ihm tendenziell recht geben.

      Doch, eigentlich geht es um den Erwerb von Reichtum und wie das funktioniert und in Deutschland ist Erben der mit Abstand gängigste Weg an Reichtum zu gelangen.

      Jo. Das ist hier aber nicht das Thema, sondern inwiefern eigene Anstrengung (=Arbeit) noch zu Reichtum führen kann.

      Arbeit ist nicht “Risiken eingehen” oder das sehr vage “Dinge durchziehen”. Klos putzen ist Arbeit. Löcher buddeln ist Arbeit. Tische bauen ist Arbeit.

      Wieder Stichwort Definitionen einengen. Klos putzen ist Arbeit, ganz klar. Aber Risiken eingehen auch, an sich arbeiten auch, nicht verharren auch.

      Wo das? Das einzige was du machst ist die Realität verzerren.

      Das Problem ist, dass du deine subjektive Meinung, und zwar offenbar nur diese, als Realität betrachtest. Schau doch mal über deinen Tellerrand.

      • derAbsender@piefed.social
        link
        fedilink
        English
        arrow-up
        1
        ·
        2 days ago

        Wenn Herr Druyen davon redet, dass es heute leichter geworden ist, reich zu werden, da man dafür nur noch eine App oder eine Idee braucht, während es früher Ölbarone, Industrielle oder Reeder waren, dann klingt das nicht so, als sei es früher mit reiner Lohnarbeit möglich gewesen. Sond

        War auch noch nie der Fall, super gut gelesen 👍👍

        Jo. Das ist hier aber nicht das Thema, sondern inwiefern eigene Anstrengung (=Arbeit) noch zu Reichtum führen kann.

        Doch ist es, weil es nämlich zeigt, dass es kaum bis gar nicht möglich ist. Nur weil etwas nicht mit deiner Meinung übereinstimmt heißt das nicht dass es am Thema vorbei führt. 🤗

        Aber Risiken eingehen auch, an sich arbeiten auch, nicht verharren auch.

        Ist es nicht. Ich bleibe lieber bei klaren Definitionen, als bei beliebigen Phrasen.

        Das Risiko Arbeit sein soll ist auch nur ein Phänomen damit man irgendwelche Faulenzer ihren Raub rechtfertigen können.

        Das Problem ist, dass du deine subjektive Meinung, und zwar offenbar nur diese, als Realität betrachtest. Schau doch mal über deinen Tellerrand.

        Das ist wirklich lustig. Also legit witzig. Wenn du Satire bist, der ist wirklich gut 🤌

        • Quittenbrot@feddit.org
          link
          fedilink
          arrow-up
          1
          ·
          2 days ago

          Doch ist es, weil es nämlich zeigt, dass es kaum bis gar nicht möglich ist. Nur weil etwas nicht mit deiner Meinung übereinstimmt heißt das nicht dass es am Thema vorbei führt.

          Tja. Und doch hat dir hier einer geschrieben, der es ohne Erbe offenbar geschafft hat, eine Menge materiellen Wohlstand anzusammeln. Statt das anzuerkennen, erzählst du lieber, dass daran ja ausschließlich Glück ursächlich ist. Wessen Meinung kollidiert hier mit der Wirklichkeit?

          Ich bleibe lieber bei klaren Definitionen, als bei beliebigen Phrasen.

          Bist du sicher? :

          Das Risiko Arbeit sein soll ist auch nur ein Phänomen damit man irgendwelche Faulenzer ihren Raub rechtfertigen können.

          Wenn das mal keine Phrase ist.

          Kürzen wir es ab, denn es ist doch ganz einfach: du lebst dein Leben so, wie du es für richtig hältst. Da ist es vollkommen egal, ob man nun reich ist oder nicht, Hauptsache man ist glücklich und zufrieden. Und wenn zu deiner Wahrheit gehört, dass man die Dinge diesbezüglich nicht beeinflussen kann, oder dass primär andere die Verantwortung für den Kurs des eigenen Lebens tragen, soll mir das letztlich vollkommen recht sein. Was sollen wir darüber streiten? Du machst es so wie du magst, ich mach es so wie ich mag. Hauptsache, man fühlt sich wohl und ist zufrieden in seiner Haut.