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Feste Zeitbegrenzungen sind aber auch eher unsinnig ab einem gewissen Alter (idk 12-16). Dort werden die Kinder selbständig genug das du zur Totalüberwachung greifen müsstest um ein umgehen zu verhindern, und die künstliche Verknappung würde es nur noch wervoller aus sich des Kindes machen.
Dann eher Regeln nur vor X Uhr nur nach dem XYZ erledigt sind, nicht während xyz. So das es leichter / weniger Ärger aus Sicht des Kindes ist die anderen Aufgaben zu erfüllen als einen Weg drumherum zu suchen.
1h am Tag kannst du nicht überprüfen wenn dein Kind zb selbständig Freunde besuchen darf. Nicht am esstisch, nicht nach 21 Uhr lässt sich deutlich besser durchsetzen.
Und halt Interesse daran Zeigen was sie dort machen so das sie freiwillig davon erzählen, kein Verhör drauß machen, sonnst werden sie Probleme verheimlichen.
Genau so machen wir das. Handy ist generell nur nachmittags freigeschaltet. Direkt nach der Schule auch nur eingeschränkt. Nachdem Hausaufgaben erledigt sind und ihre eine kleine Aufgabe im Haushalt schalten wir dann den Rest frei. Sie ist nun 14 und bisher geht das gut.
Ab 20:30 ist in der Regel dann Handy wieder für alles bis auf wenige Ausnahmen wie zB diese Bücherei App gesperrt.
Switch und Laptop nutzt sie ohnehin deutlich verantwortungsvoller.
Ah und x, tiktok, alles von meta usw. erlauben wir bisher nicht. Ihr Freunde haben inzwischen alle Signal. Vonwegen kein social media schließt einen aus. Ist über haupt nicht der Fall bei unserer Tochter. Sie letztens sogar gemeint, sie ist froh, wie viel Drama ihr erspart bleibt. Und den gossip von fee Freundin zu hören reicht ihr auch sagt sie. Mal sehen ob das so bleibt.
Hast du ein Kind in dem Alter? Funktioniert das wirklich?
Ich mal wieder festgestellt, dass heimlich und entgegen jeglichen Absprachen Tiktok-Bingewatching angesagt war. 6 Std ! an elnem Tag. Trotz App Zeitlimit. Wtf
Jetzt mal wieder alle Tiktok-Adresse am Router gesperrt. Tiktok verwendet um die 100+ Domains und Subdomains in ihrem Cloudnetzwerk. Kein anderer macht das in dem Ausmaß. Weder Facebook, Apple, Google, Insta, Whatsapp. Das halte ich für Absicht, um IP-Sperren zu umgehen und die Kids süchtig zu halten. Die Wixer
Ne bin selber erst mitte 20, kann mich aber noch gut erinnern wie das bei mir als Kind war und hab eher aus der Perspektive geschrieben. Ich weiß das Limits definitiv nicht klappen da ich als Kind und Jugendlicher selber immer konsequent einen Weg drum herum gefunden habe.
Das ging von bei Freunden spielen, die PCs in der Stadtbibliothek nutzen, öffentliche WLans nutzen, zweites Stromkabel besorgen, später mit mehr tech Verständnis VPNs(gegen sperren), MAC Adressen spoofen(gegen Zeitlimits im Router), bis einfach billig gebrauchtes Zweithandy besorgen(als ich mit 14 Geld von Zeitungsautragen hatte).
Wo ein wille da ein Weg.
Also war das so um 2010. Da kamen die Smartphones erst langsam im Mainstream an. 2007 wurde das iPhone 1 vorgestellt.
Heutzutage hast du die KPI DAU die zählt. Das ist der Daily Active User. Vor Corona war die Haupt-KPI noch der Monthly MAU. Das heisst die Tech-Konzerne wollen deine Aufmerksamkeit jeden Tag solange wie möglich. Um Werbung und eCom zu verkaufen.
Das ist einfach eine andere Kampfstufe als 2010 am Home-PC mit Zocken. Da hast du das Spiel gekauft und gut war. Eventl noch eine Mod-Cd später. Aber nix mit Goldcpins, Extrawaffen, Schnellzeit oder anderen Lootboxen. Gab’s damals nicht.
Der Sichtfaktor ist heute potenziert höher als 2010. Und das mit voller Absicht. Das kann man als Gesellschaft nicht hinnehmen. Die ganzen Kids werden in eine Sucht hineingetrieben mit dem Ziel, das ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen.
das mit dem sucht-faktor stimmt leider. das internet ist darauf programmiert deine aufmerksamkeit aus dir herauszusaugen wie ein insekt mit seinem rüssel den saft aus dem obst zieht.
jedenfalls ist ein einfaches “nein, das darfst du nicht. weil ich es dir sage” zu dem kind halt einfach keine lösung. ein “nein” provoziert bei den meisten jugendlichen ein ebenso deutliches “doch” und das stärkt erst recht ihren kampfeswillen, sich dennoch durchzusetzen. der einzig wahre weg ist es mit sehr (!) viel geduld zu erklären warum man das internet nicht als haupt-zweck im leben haben sollte. das geht leider nicht über nacht, weil die meisten menschen es eben auch nicht wissen und das ganze gesellschaftliche spiel heute so abstrakt ist dass die meisten eltern da einfach nicht mehr durchblicken worum es da nämlich eigentlich geht. der sinnvolle umgang mit kindern und jugendlichen ist nicht umsonst ein eigenes berufsfeld, weil da nämlich nicht jeder dafür gemacht ist und das einiges an feingefühl und können voraussetzt.
Doch das gab es schon, das kahm bereits in Browser Games wie zb. Shakes and Fidged (2009) oder Grepolis (2010) auf und hat auch ziemlich schnell seinen weg in die Apps gefunden. 2014 kam z.b. Summoners War rauß und das Spielprinzip davon hat sich bis heute kaum weiterentwickelt.
Und während ich heute keine Browsergames mehr anfassen würde waren die damals halt attraktiv da sie kostenlos waren.
Aber vor allem die Video Apps waren deutlich weniger auf Engagement optimiert, da hat man auf Youtube noch auf die Top 100 Deutschland Trends geschaut.
Aber positiver Nebeneffekt: Die Digitalkompetenz wird gestärkt!
Ach Quark, die ist bei Kids und jungen Erwachsenen deutlich schlechter als bei Boomern. Smartphone-Generation, aufgewachsen mit Geräten, Apps und Diensten, die allesamt auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zugeschnitten sind. Jegliche Reibung, die Technik früher mit sich brachte, fehlt, was bedeutet dass diese Menschen nie gelernt haben, Fehler zu beheben oder einfachste Dinge zu konfigurieren. Ein Verständnis auch nur einfachster technischer Grundprinzipien fehlt völlig.
Die können natürlich nichts dafür, sind nur in eine Welt rein geboren, in der Tech-Konzerne auf der Suche nach ewigem Wachstum sich gezwungen sahen, jeden einzelnen Menschen zu erreichen und daher alles so simpel wie möglich gestalten. Gleichzeitig sind ihre Eltern zu doof, ihnen etwas beizubringen oder die Nutzung angemessen zu steuern.
Ich würde das gar nicht mal so pessimistisch sehen: Ich meine, ich bin die Generation die mit C64 (auch wenn ich da Ende der 80er / ganz frühe 90er spät dran war) aufgewachsen ist und dann mit DOS weiter gemacht hat - aber auch da war oft der Wunsch irgend etwas was gerade nicht funktioniert hat funktionierend zu machen der treibende Motor, und das sehe ich heute auch.
Klar ist das ganze heute ein paar Abstraktionsschichten höher, es schreibt (fast) niemand mehr Assembler oder bastelt an Autoexec.bat und Config.sys rum… aber prinzipiell wird auch heute unter den Kindern und Jugendlichen noch nach Möglichkeiten gesucht irgendwie an das grünere Gras auf der anderen Weide ran zu kommen.