Die Toten durch die unnötige Luftverschmutzung sind da scheinbar noch nicht drin - das sind ne ganze Menge.
Aber das grösste Einsparpotenzial ist vielleicht “weniger Tote durch Klimazusammenbruch” , denn Deutschland als technologisch führendes und wirtschaftlich mächtigstes Land der Europäischen Union, der seinerseits der wirtschaftlich mächtigste Block demokratischer Staaten ist, hat viel mehr Einfluss und Macht als viele glauben.
Aber ein deutlich höherer Anteil der Luftverschmutzungstoten, denn hohe Geschwindigkeit führt zu weit überproportional höheren Verbrauch und Verschmutzung.
Aber versteh ich richtig: Du bist dafür,
in Kauf zu nehmen für genau was? Das geile Gefühl von Lindner, wenn er sich ne extrs Linie Koks ziehen kann?
Danke für die sachlichen Diskussionspunkte… /s
Ich kann das genauso umdrehen. Du bist gegen die Abschaffung des Straßenverkehrs? Du bist also dafür,
In Kauf zu nehmen für genau was? [Abwertende, sarkastische Vermutung hier einfügen]
Hier ist das Ding: die Straße ist immer noch ein Verkehrsträger, der selbst nach einer erfolgreichen Verkehrswende (wovon wir übrigens noch sehr weit entfernt sind) existieren wird und existieren soll, nur längst nicht in dem Maße. Und die Straße ist halt nun Mal gefährlich. Verkehr ist gefährlich. Selbst bei der Bahn, in Deutschland das sicherste Verkehrsmittel schlechthin muss man Abwägungen machen.
Sprich, man muss es ins Verhältnis setzen. Das schnelle Fahren hier in Deutschland hat durchaus seine Vorteile - und das sage ich als Autogegner, der selber auch kein eigenes Auto besitzt. Zum einen kommt man je nach Strecke schneller an - und nein, das ist nicht nur ein Placebo, ich habe selber schonmal verglichen.
Dann ist die Frage der Legitimation unter der Bevölkerung. Eins, was in Deutschland unheimlich gut funktioniert, ist die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen. Wenn hier 50 sind, wird auch wirklich 50 gefahren (abgesehen von ein paar Idioten, aber die hat man leider überall, sowie besondere Konstellationen - aber auch da sind wir beim Thema Legitimation). Im Ausland habe ich das durchaus sehr anders erlebt - da wird standardmäßig bis zu 20 km/h über die Geschwindigkeit gefahren. Fährst du Maximalgeschwindigkeit, bist du eine Verkehrsbehinderung. Das ist für mich anstrengend. Ich bin danach jedes Mal froh, wenn ich wieder in Deutschland bin und - oh, man kann sich auch an die Maximalgeschwindigkeit halten. Wie meckern halt in Deutschland auf sehr hohem Niveau, was das angeht. Und das hängt aus meiner Sicht sehr stark damit zusammen, dass wenn es in Deutschland eine Geschwindigkeitsbegrenzung ist, gibt es wirklich einen Grund dafür, was nicht “wir haben da überall Mal 'ne Pauschale angesetzt” heißt. Das gibt dem Ganzen nochmal eine ganz andere Legitimation, und, dass es nur in bestimmten, begründeten Konstellationen auf der Autobahn Geschwindigkeitseinschränkungen gibt, trägt dazu bei, dass diese auch von der Allgemeinheit als legitim(er) wahrgenommen werden.
Es ist halt genau der Punkt, dass diese vielen Verkehrstoten gar nicht nötig sind - deshalb gibt es ja die EU Vision Zero.
Und dass in den Strassen von Kopenhagen ein Zehntel so viel Radfahrer pro Kilometer sterben als in deutschen Städten. Und offensichtlich mussten die Kopenhagener nicht dafür ihren Wohlstand aufgeben oder eine funktionierende Wirtschaft.
Du benutzt hier eine “falsche Dichtomie” , wie sie in Desinformation durch Lobbygruppen auch ständig benutzt wird.
Wenn du das als falsche Dichotomie siehst, dann hast du mein Text nicht richtig gelesen. Ich habe nie gesagt, das eine oder das andere. Aber die Argumente von anderen falsch darstellen, das ist auch ein beliebtes Mittel für Desinformation, wenn wir schon gleich so einen Ton nutzen…
Ganz davon abgesehen, dass Tempolimit auf der Autobahn mit dem Tod von Radfahren rein gar nichts zu tun hat, die sind dort eh verboten. Oder arbeitest du etwa mit falschen Dichotomien und wirfst es einfach anderen vor, damit es nicht so auffällt?