Hallo zusammen,

Da es über die Monate immer mal wieder Nachfragen gab: die Liste sind nur Beispiele. Solange es jetzt keine Nachrichten sind und ihr der Meinung seid, es könnte andere Menschen interessieren, dann stellt es uns anderen Nutzern vor, erzählt was euch daran gefällt und warum ihr es mit uns teilt. Blogpost, Sachbuch, egal. Nur Memes und Nachrichten würde ich ausnehmen, da daraus schon der große Rest des Fediverses besteht.

Was habt ihr in der letzten Woche so an tollen Büchern gelesen, Filme geguckt, Spiele gezockt, Musik entdeckt, Museen oder Veranstaltungen besucht, … ?

  • No_Money_Just_Change@feddit.org
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    9 days ago

    Ich lese dungeon crawler carl the Parade of horribles. Auf jedenfall unterhaltsam, spannend und überraschend aber ich hätte gesagt die anderen teile hatten mehr Emotionen. Ich finde in den anderen Büchern kam mehr heraus wie die Herausforderungen die Charaktere mental belasten während es in diesem teil viel ein es geht allen schlecht aber sie wollen es nicht zeigen

    Ich habe was haben wir gelacht im kino angesehen. Es geht um Frauen im Fernsehen allgemein und nich spezifischer in der Comedy. Ich finde der film hat den Spagat zwischen lustig (die Schlagfertigkeit der Befragten) und verstörend (waa Frauen in der Unterhaltung aushalten mussten) gut geschafft.

  • Wrufieotnak@feddit.orgOP
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    9 days ago

    Ich habe die Hauptkampagne ohne DLC von The Talos Principle 2 durchgespielt und hatte viel Spaß dabei. Die Puzzles waren zwar merklich einfacher als beim ersten Teil (es gibt eine Errungenschaft für 20+min an einem Rätsel knobeln und ich musste das aktiv erzwingen durch warten um es am Ende zu bekommen), aber die Geschichte ist toll weiter erzählt nach den Ereignissen in Teil 1 und auch das Erkunden macht wieder viel Spaß. Gerade das Design der Levels ist ästhetisch gelungen, da sich hier mal wieder zeigt: Brutalismus kann schön sein, wenn es kontrastiert wird durch Vegetation, die die Betonflächen überwuchert. Dann ist der Kontrast das Tolle daran.

    Es gibt zwar weniger philosophische Diskussionen als im ersten Teil, aber auch der Teil kommt in Teil 2 vor. Man wird nicht ganz so stark konfrontiert wie von Milton in Teil 1, aber es hat mich auf alle Fälle angeregt über manche Themen länger nachzudenken als es für das Spiel selbst notwendig wäre. Der grundlegende Konflikt zwischen Fortschritt und Bewahrung ist durchaus relevant und auch beide Seite sind nachvollziehbar bis zu einem gewissen Grade, aber die Entwickler hatten schon einen eindeutigen Favoriten, schon allein durch die Struktur und die bloße Existenz des Spiels (nur in der immer gleichen Blase hocken macht selten ein interessantes Spiel).

    Besonders gefreut hat mich auch, dass dieses Spiel wieder positiv utopisch und lebensbejahend eingestellt ist und es mich an einigen Punkten dazu gebracht hat, doch mal in Zukunft wieder aktiv zu werden und nicht nur zu jammern. Hoffnungsvoll ist da der passende Begriff, was auch im Spiel selbst aufgegriffen und thematisiert wird (Pandorsd Büchse kommt vor…)

    Ich wollte am liebsten noch viel mehr über die Welt lernen und die einzelnen Roboter, die sie bevölkern. Da hat Croteam es echt geschafft den SciFi Nerd in mir zu ködern. Teil 3 ist sogar schon in der Entwicklung und soll glaube ich nächstes Jahr raus kommen. Ich frage mich aber durchaus, wie das weitergehen soll nach dem Ende.

    spoiler zu meiner Theorie&Ende

    ich nehme mal stark an, dass das Fortschritts-Ende das kanonische sein wird. Denn die Anomalie irgendwo im Weltraum wird sicherlich nicht durch technologische Regression erreicht werden. Dann stellt sich aber die Frage, welche Problematik denn eine Zivilisation von Robotern vor existenzielle Probleme stellt und durch Puzzle gelöst werden müssen, wenn diese Zivilisation über die Möglichkeit verfügt, die Realität selbst neu zu schreiben.

    )

    • lichtmetzger@discuss.tchncs.de
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      8 days ago

      Die Puzzles waren zwar merklich einfacher als beim ersten Teil

      Das finde ich sehr gut, ich hab letzte Woche den ersten Teil beendet und konnte bis auf ein Rätsel alles ohne fremde Hilfe lösen, aber mein Kopf hat auch einfach hart gebrannt danach. 🤣

      • Wrufieotnak@feddit.orgOP
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        8 days ago

        Damn viel Spaß mit Teil 2! Bin gerade an dem DLC da wird es jetzt etwas schwieriger, aber immer noch machbar.

        Die letzten Rätsel bei Teil 1 waren aber auch ein ganz schön hoher Schwierigkeitsgrad.

  • D_a_X@feddit.org
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    9 days ago

    Ich hab mich bei den Temperaturen auf leichte Kost verlegt:

    Crow investigations von Sarah Painter Ich habe die ersten 8 oder 9 Bände jetzt in Deutsch auf dem eBook gelesen, die restlichen Bücher hab ich auf dem Gerät. Die Geschichte spielt im heutigen London und es geht um eine junge Frau, die als einzige aus einer magischen Familie nicht magisch ist. Dafür eröffnet sie ein Detektivbüro.

    Das gehört in großen und ganzen in die Sparte Young Adult, wobei die erotische Komponente angenehm im Hintergrund bleibt und ihre Untersuchungen und Verstrickungen mit den verschiedenen magischen Familien mehr im Vordergrund stehen. Durchaus spannend. Kann man gut an Stück weglesen.

    Es gibt 2 Sammelbände mit je 3 Büchern, die etwas billiger (13 €) sind als einzeln (5€) verkauft. (als eBook)

  • Augustiner@lemmy.world
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    9 days ago

    Ich habe eine Ödon von Horvàth Woche. Aktuell lese ich gerade Jugend ohne Gott dazu nächste Woche dann mehr.

    Der ewige Spießer

    Horváth hat schreib hier einen wunderbar sarkastisch-augenzwinkernden Stil, der an eine Art bayerischen Skaz erinnert. Da ich selbst aus München komme, habe ich mich deshalb sofort zu Hause gefühlt, und zwar nicht nur im Ton, sondern auch in den Figuren, die er beschreibt.

    Die ursprünglich aus den Kurzgeschichten „36 Stunden” und „Der ewige Spießer” bestehende Erzählung ist das vernichtende Porträt eines Menschentypus, der auch heute noch den Kern unserer Gesellschaft bildet. Horváth kritisiert die kleinbürgerliche Mitte der Gesellschaft, die von Abstiegsängsten, Opportunismus, Egoismus, Rassismus und anderen -Ismen geplagt ist und blind Ideologien hinterherläuft, ohne diese zu verstehen oder deren Folgen abschätzen zu können. Dies ist aber deshalb keine reine Anklage gegen den spießigen Mittelstand. Zwischen den Zeilen können wir lesen, dass es da mehr gibt, dass das System den Spießer braucht, wie der Spießer das System braucht.

    Anhand von Fräulein Pollingers Geschichte zeigt Horváth die vernichtende Macht unserer patriarchalen Gesellschaft. Am Beispiel von Kobler zeigt er den Opportunismus und die wandelbare Moral, die der Kapitalismus von seinen Subjekten verlangt. Reithofer ist der Einzige, der uns ein wenig Hoffnung auf Solidarität gibt, wenn auch leider zulasten von Fräulein Pollingers starker feministischer Darstellung. Doch auch das ist realistisch: Minderheiten können in unserer Gesellschaft ohne die Unterstützung von (weißen) Männern nicht gewinnen.

    Ödon von Horváth war ein weitsichtiger Mensch. Das beweist er eindrücklich: So diagnostiziert und beschreibt er hellsichtig den Aufstieg des Faschismus in Deutschland und die Kräfte, die später einmal im Zweiten Weltkrieg gipfeln würden, und von denen man auch heute leider wieder einige in unserer Gesellschaft finden kann.

    Der ewige Spießer ist immer noch unter uns.

    Geschichten aus dem Wiener Wald

    Wie schon in „Der ewige Spießer” zeigt Horváth auch in seinen „Geschichten aus dem Wiener Wald”, dass er ein weitsichtiger Meister der Sprache war. Geschickt verflicht er hochdeutsche Bildungssprache und Wiener Dialekt zu einem Kunstwerk, das die Ignoranz und den Faschismus der Sprechenden immer wieder durchblicken lässt. Untermalt von Walzermelodien zermalmt das Patriarchat hier das Leben einer jungen Frau, die nichts weiter verbrochen hat, als ihre eigenen Entscheidungen treffen zu wollen. Das Setting des Dramas, die gemütliche und nette Welt des 8. Wiener Bezirks, bildet einen starken Kontrast zu Mariannes tragischem Abstieg. Durch diese Doppeldarstellung von heiler Welt und Untergang werden die vermeintliche Normalität und die bürgerlich-hohle Sittlichkeit der Spießbürger als unmenschlich und dumm enttarnt. Horváth nimmt sich die kleinbürgerliche Idylle der Wiener Gemütlichkeit vor und schlägt sie mit ihren eigenen Waffen. Erich Kästner bezeichnete dieses Werk als „ein Wiener Volksstück gegen das Wiener Volksstück”. Treffender lässt es sich nicht sagen.

  • Akelei@discuss.tchncs.de
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    9 days ago

    Ich habe Euphoria zu Ende geschaut. Ich fand die Serie generell sehr düster, primär weil einige der Protagonisten so schlecht mit sich selbst umgehen und so selbstzerstörerisch sind. Also wenn es einem gerade nicht so gut geht, sollte man die Serie vielleicht eher nicht gucken, dann könnte es belastend sein. Aber die Story ist halt auch echt richtig spannend und die Schauspieler sind super. Was mich echt begeistert hat war die Musik. Einfach so eine gute Auswahl, sehr stark afroamerikanisch geprägt. Teilweise auch richtig nice Coverversionen von Klassikern.