• DrunkenPirate@feddit.org
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    2 days ago

    Ich habe den Artikel nicht gelesen, nur die Einleitung in der auf Steuervergünstigungen hingewiesen wird.

    Ich denke, der ganze Artikel fußt auf der Erkenntnis der Autorin, dass man als Gewerbetriebender Assets (hier die Wohnung) Abschreiben kann.

    Als Privatvermieter (Einzelunternehmer) bedeutet das, dass du über 30 Jahre deine 396.000€ in deiner Einkommenssteuer steuermindernd abschreiben kannst. Grob gesagt bei 42% Steuerbelastung würden das ca 166.000€ weniger bezahlte Einkommenssteuer bedeuten (0,42 x 396.000).

    Ein seriöser Business Case wird aber NIE über eine Steuerersparnis positiv, sondern trägt sich selbst. Steuergesetze können sich in 30 Jahren ändern. Sowas ist ein Bonbon, sollte aber keine Baseline sein.

    • HaiZhung@feddit.org
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      2 days ago

      Ist sowieso komplett hirnrissig dass Kaufen + vermieten steuerlich begünstigt wird; kaufen + selber drin leben aber nicht.

      Es ist fast so als wollte die Regierung nicht dass wir Wohnraum besitzen

      • DrunkenPirate@feddit.org
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        2 days ago

        Ja, finde ich auch blöd.

        Es gibt auch windige Konstrukte, wo man eine Firma gründet, die ein Haus kauft und dann an sich selbst vermietet. Ziel ist da die Steuerersparnis. Ist aber vermutlich eher was für Steuerberater oder Hobby- Steuerexperten. Da lauern überall die Fettnäpfchen.

      • brainwashed@feddit.org
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        2 days ago

        Ist sowieso komplett hirnrissig dass Kaufen + vermieten steuerlich begünstigt wird; kaufen + selber drin leben aber nicht.

        Wird es ja in der Schweiz. Die Konsequenz daraus wäre, dass deine gesparte Miete als Einkommen zu versteuern wäre. Hast du da Bock drauf?

        • HaiZhung@feddit.org
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          2 days ago

          Ja, weil Mieteinnahmen quasi leistungsfreies Einkommen ist. Wieso soll das steuerlich mehr begünstigt werden als Arbeit?

          • brainwashed@feddit.org
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            2 days ago

            Es wird nicht mehr begünstigt. Wenn du Aufwendungen für deine Arbeit hast, kannste die exakt genau so von der Steuer absetzen. Beim Vermieter sind das z.B. die Kapitalkosten, Abnutzung an der Wohnimmobilie.

        • RDogPinK@feddit.org
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          ·
          2 days ago

          Aber irgendwie auch nicht rund. Dann müsste ich doch als Mieter meine Mietkosten auch absetzen können, nicht? ;)

          • brainwashed@feddit.org
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            2 days ago

            Nein. Der Besitzer hat ein Einkommen in Form einer nicht zu zahlenden Miete. Du hast das nicht.

        • Melchior@feddit.org
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          2 days ago

          Warum ist das die Konsequenz? Man kann auch einfach die Abschreibungen streichen. Dann gibt es die Steuervorteile halt nicht und gut ist oder man erhöht die Steuer für Vermieter.

          • brainwashed@feddit.org
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            2 days ago

            Weil die Absetzung Möglichkeiten Konsequenz, dessen sind, dass der Vermieter Aufwendungen für seinen Broterwerb hat. Hat jeder Arbeitnehmer oder Selbständige genau so. Das ist die Steuerlogik dahinter.

            Warum daraus folgt, dass das ein Vorteil ist oder warum dann jetzt irgendwelche Steuern für Vermieter erhöht werden sollen, ist mir nicht klar. verstehst du, dass egal wie hoch die Steuern für Vermieter sind in jedem Fall 100 % dieser Steuern am Ende des Tages über die Vermietung reinkommen müssen? denkst du, dass es irgendeine Realität gibt, in der da Steuern erhöht werden und sich das nicht auf die Mieten auswirkt?

            • Melchior@feddit.org
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              2 days ago

              denkst du, dass es irgendeine Realität gibt, in der da Steuern erhöht werden und sich das nicht auf die Mieten auswirkt?

              Natürlich tut es das und ich finde das richtig. Steuern haben eine Lenkwirkung und ich finde es wichtig die Wohneigentumsquote und damit das Medianvermögen zu erhöhen. Außerdem kann man nicht so einfach die Mieten erhöhen.

              • brainwashed@feddit.org
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                1 day ago

                ich finde es wichtig die Wohneigentumsquote und damit das Medianvermögen zu erhöhen

                Auf Länderebene verglichen korrelieren Wohneigentumsquote und Medianvermögen leicht negativ miteinander. Vereinfacht: Je ärmer desto warscheinlicher im Eigenheim.

                Schaue hier https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_wealth_per_adult und https://en.wikipedia.org/wiki/Owner-occupancy

                Wie kommst du darauf, das eine von dem anderen abhängt?

                • Melchior@feddit.org
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                  1 day ago

                  Weil Deutschland von den vergleichbaren Ländern, sprich ähnlicher BIP pro Kopf, das niedrigste Medianvermögen hat. Gleichzeitig ist die Wohneigentumsquote auch fast die niedrigste. Nur die Schweiz und Österreich sind niedriger. Wobei Österreich auch nur ein leicht höheres Medianvermögen als Deutschland hat. Es ergibt für mich auch einfach Sinn, das Menschen die nicht erben sparen müssen. Das tut man meistens durch ein Eigenheim oder durch eine private Rente.

                  • brainwashed@feddit.org
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                    1 day ago

                    Das mag einfach Sinn ergeben aber ergibt global gesehen keine positive Korrelation. Schon innerhalb der G20 nicht. Und so wie Deutschland in der Vergangenheit getickt hat werden, wenn Eigenheimkauf gefördert wird, so viele Bedingungen dazu gedichtet, dass faktisch niemand diese Förderung bekommt. Also Förderung ja aber nur, wenn mindestens zwei Kinder und ganz wenig jährliches Pro-Kopf-Einkommen und bitte nach übertriebenem Energiestandard und nur mit zertifizierten Handwerksbetrieben etc. PP. Auch bekannt als: Politik möchte behaupten sie fördere Wohneigentum, ohne tatsächlich das Geld dafür locker machen zu wollen.

    • brainwashed@feddit.org
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      2 days ago

      Zumal die maximal einzusparende Einkommenssteuer ja auch durch das Einkommen begrenzt ist. Und wenn man das hochschraubt, also sämtliche Mieteinnahmen und eigenes Einkommen mit Zinsen / Modernisierung auf null bekommt ist das einerseits ein Vollzeitjob, andererseits krass riskant.

      • DrunkenPirate@feddit.org
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        1 day ago

        Ja und Nein.

        Ja, es wäre mir auch zu riskant und ich hätte keinen Bock ständig hohe Kredite auf der Backe zu haben.

        Nein, weil andererseits die Banken das Haus als Kreditsicherheit haben. Die einzige Wertanlage bei der das easy geht. Wenn’s schief geht dann ist das Haus weg und im schlimmsten Fall noch einige Tausender Schulden. Aber eben nicht alles.

        Die Leute, die das ganz extrem treiben, können schnell überreich werden. Du hast ja immer Immobilien zum Beleihen, bekommst also immer Kredit. Die Banken freuen sich über solche Kunden. Das Schneeballsystem kann dann aber einfallen, wenn die Immopreise mal nicht steigen oder Corona/Homeoffice die Landschaft ändert. Das sehen wir ja bei der DeutschenWohnen, Rene Benko und die ganzen Immobilienentwickler und auch in China.

        Die schlauen von denen, versuchen dann rechtzeitig viel Geld in andere Firmen und Kassen umzuleiten, damit das dann nicht mehr pfändbar ist.

        • brainwashed@feddit.org
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          1 day ago

          Nein, weil andererseits die Banken das Haus als Kreditsicherheit haben. Die einzige Wertanlage bei der das easy geht. Wenn’s schief geht dann ist das Haus weg und im schlimmsten Fall noch einige Tausender Schulden. Aber eben nicht alles.

          Easy ist es mittlerweile bei Brokern z.B. für ETF Depots auch. Siehe Scalable capital. Wenn auch nicht ganz so attraktiv, weil variabler Zinssatz, nicht Absetzbarkeit von Zinskosten.