Dem gegenüber stehen grundsätzliche Risiken. So könnte der Einsatz von KI die Fähigkeit zu selbstbestimmtem Denken beeinträchtigen, zu Kompetenzverlust und Fehlinformiertheit führen sowie den fachlichen und sozialen Austausch einschränken.
Ich fürchte, da isr der Zug schon abgefahren. Hab neulich mit unserer Azubi gequatscht, Energieanlagenelektrikerin, und sicherlich nicht dumm, und die meinen die machen an der Berufsschule alle Aufgaben mit KI. Selbiges sagt mein Schwager, Boomer wie ich, Chemielehrer am Gymnasium - auch die Aufgaben werden mit KI erstellt.
Wenn ich Kollegen nach Details in ihrer Arbeit frage sagen sie immer häufiger “Ich weiss nicht, hat die KI gemacht, das sagt die KI zu deiner Frage: …”
KI beeinträchtigt oder unterbindet Lernen und im Gegensatz zu verbreiteten Meinungen ist das integraler Bestandteil vieler komplexer Aufgaben. Ob das jetzt Prozesse sind im Beschaffungswesen einer Firma, die Wartung einer Haustechnik in einer Schule, oder ein Programmierer der eine bestehende Software bearbeiten soll.
Siehe auch dies hier: KI Tools zur Textbearbeitung können die Aussagen von Texten verändern und umfärben und so Einfluss nehmen - und tun das auch.
"KI gib mir eine kritische Antwort zu diesem Artikel! "
KI ist gut für die Automatisierung von Papierkrieg. Texte die wirklich dazu da sind gelesen zu werden und sinnvoll Informationen zu vermitteln sind nicht die richtige Anwendung von KI. Das ist trotzdem gut weil es Waffengleichheit schafft zwischen Bürgern und Ämtern, Behörden, Anwälten usw. Und auch zwischen Schülern und Lehrern, wer Bullshit Aufgaben stellt bekommt halt KI Bullshit zurück. Auch aufs Coden lässt sich das übertragen, alles was bloß Compliance Theater ist und dazu da ist Bullshit Requirements abzutesten usw. lässt sich prima automatisieren und im Management Dashboard springt irgendeine Code Coverage Anzeige auf grün und alle sind zufrieden.
Mutige Annahme, dass die meisten Nutzer unterscheiden (können?) zwischen Texten bei denen es egal ist und Texten die man wirklich lesen sollte.
Dinge wie Behördenbriefe vom Finanzamt sollte man auf jeden Fall lesen. Und wenn man die nicht versteht, sollte man sich beraten lassen. Hab ne Bekannte die ist Beraterin für Privatinsolvenzen und die hat häufig Klienten die irgendwelche Kleinselbständigen sind oder waren und solche Briefe ignorieren. Gar keine gute Idee.
Das wird in der KI Diskussion immer behauptet, dass es Texte oder Kommunikation gibt die nicht wichtig seien. Stimmt aber nicht.
Insgesamt klingt das Argument ähnlich wie mit dem “Boilerplate Code”, wo ich hier was zu geschrieben habe.
Natürlich wäre es besser wenn man alles selber liest und verfasst aber das ist ne Zeitfrage. In vielen Situationen ist es halt so, dass man es entweder mit KI macht oder das Vorhaben komplett bleiben lässt weil man keine Zeit hat. Es gibt viele Menschen die keine Steuererklärung machen, kein Bafög beantragen oder Kindergeld oder Elterngeld verballern weil sie keine Möglichkeit haben sich damit auseinander zu setzen. Für alle die ist das ein Segen.
Und auch wenn man seine Steuern selber macht ist es ne große Hilfe kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Trage ich die Dinge so ein wird’s gestrichen oder es gibt Rückfragen. Lege ich 3 Seiten KI Begründung dazu geht’s auf Anhieb durch. Bei mir z.B. Arbeitszimmer, Fernseher für’s Arbeitszimmer, Kosten für Kinderbetreuung durch Großellies und noch andere Dinge. Aktuell kaufen wir ein Haus und die Bank wollte Aufstellungen und Selbstauskünfte haben das waren am Ende 120 Seiten, das ist mehr als meine Doktorarbeit! Wenn ich das von Hand mache muss ich mir dafür Urlaub nehmen.