Da ja gerade mit Habeck wieder die Problematik von Politikern und ihren Pöstchen nach der Amtszeit hochkommt, ging mir so durch den Kopf, was denn für mich eine akzeptable Anstellung für ehemalige Minister & Co wäre.
Als mindestens Minister hat man ja relativ gut verdient und wird nicht für Mindestlohn und auch nicht fürs Durchschnittsgehalt arbeiten gehen wollen. Solche hohen Gehälter können sich aber eigentlich ja nur größere Firmen leisten. Womit man dann schon wieder beim Bereich Korruption ist: setze ich ein Gesetz in Kraft, welches meine spätere Anstellungschance schmälert?
Was bleibt dann aber übrig? Selbstständigkeit? Naja, je nachdem was man studiert/gelernt hat, ist das mittlerweile so weiter entwickelt, das man es eigentlich wieder neu lernen müsste. Oder als Jurist/Beraterfirma ist man von Aufträgen großer Firmen abhängig…
Unterhaltung und durch die Talkshows tingeln? Wird nicht ewig lang gehen, da man ja auch nicht mehr relevant ist nach einer Weile. Und irgendwann ist das auch nur noch bezahlter Hampelmann für ein größeres Medienhaus, wo wir wieder beim Anfang wären.
Oder macht man es wie Alexander Engelhardt von der CSU oder Gregor Gysi mit seiner Kanzlei und lässt einfach parallel zur Politik sein Geschäft schön weiterlaufen um danach ein Standbein zu haben? Stößt mir auch irgendwie zu wider auf.
Also alle nach der Amtszeit auf eine Insel packen und nur abholen, falls sie erneut den Einzug in den Bundestag schaffen?
Wenn das rechnerisch machbar ist, dann muss noch unterbunden werden, dass jemand quasi nur in ein entsprechend hohes Amt gewählt werden braucht und dann “set for life” ist. Der könnte ja sonst einfach ab Tag 1 Amtszeit nur noch eierschaukeln. Da einen guten Mechanismus finden, der nicht dafür sorgt, dass niemand mehr Bock hat Politiker zu werden, ist bestimmt nicht leicht.
Ja und dann bleibt noch die Frage mit den Stimmen welcher Politiker man ein solches Gesetz verabschieden würde.
Edit: Bonus: wie motiviert man tatsächlich gute Leute noch für weitere Legislaturperioden?