Dieser Bereich kann Inhalte enthalten, die nicht für alle Nutzer geeignet sind. Dazu können unter anderem Texte, Medien oder Diskussionen gehören, die als beleidigend, extremistisch, gewaltbezogen oder anderweitig belastend empfunden werden. Wenn du solche Inhalte nicht sehen möchtest, nutze bitte die jeweiligen Filter- und Meldeoptionen der Plattform oder meide entsprechende Threads/Communities.
Und das während der Sprößling zuhört 🤦 (so hab ich es zumindest oft erlebt).
Ist leider kein Einzelfall. Viele Eltern sehen sich auf der Seite ihrer Kinder, vs. den Kindergarten. Mit Erziehung hat das nix zu tun.
Ich frage bei meinen Kindern gerne mal umgekehrt:
Kind: “Paul hat mich heute geschubst!”
Ich: “Und was ist davor passiert?”
Kind: “Ich hab Paul an den Haaren gezogen!”
Ich: -_-
Einmal (!) ist es mir bei so einem Gespräch gelungen einem 5-Jährigen die Sinnlosigkeit ständiger Eskalierung zu vermitteln. Irgendjemand muss den ersten Schritt unternehmen das zu unterbrechen auch wenn grad kein Erwachsener da ist. Man muss sich ja nicht gleich “versöhnen” - obwohl die meisten in dem Alter dazu durchaus in der Lage sind.
IdR muss man sich aber mit Entschuldigung sagen zufrieden geben und das beste hoffen.
Das habe ich auch mal bei Bekannten erlebt, den Austausch, und dachte direkt “mega schlau, das merke ich mir”.
Leider spielt meine Älteste da nicht mit. Wenn ich das frage ist immer “nix ist davor passiert”, selbst wenn man es vorher genau gesehen hat 😐
Das würde ich konkretisieren. Nie “was ist passiert” sondern immer “was hast du gesehen / was hast du vorher getan / was hast du danach getan / was hat X danach getan” usf.
Ich arbeite mit Kindern. Ich sag denen immer: mich interessiert nicht, wer angefangen hat, sondern wer aufhört. Für Kinder ist es größtenteils nicht ersichtlich wer angefangen hat, weil sie sich nicht so gut in anderen hinein versetzen können (wenn wir von unter 10-jährigen sprechen).
Danke, das merke ich mir.
Oder sie erkennen so zeitliche Abläufe einfach nicht so gut, oder erinnern sich einfach nicht. Zumindest nicht von selbst. Mit einem Erwachsenen zusammen klappt das aber oft ganz gut, finde ich.
Im übrigen finde ich ein 9-jährige sollte durchaus schon empathiefähig sein.
Ja empathisch sind sie. Aber das Problem (auch für Erwachsene) ist oft, dass Kind1 etwas tut, was es selbst als nicht schlimm empfindet, kind2 empfindet es als Angriff und “wehrt sich”. Ergo denken beide dass das andere Kind angefangen hat
Oft ist das aber klar, und mit dem Spruch zeigst du dann, dass Gewalt eine Lösung ist. Einmal geht das, aber nicht immer.
What? Woran siehst du dass Gewalt eine Lösung ist? Das ist das Gegenteil von dem was ich sage. Ich lege die Aufmerksamkeit auf die friedliche Lösung von Konflikten indem ich die Kinder bestärke, die Konflikte beenden können. “Aufhören” heißt nicht, wer zuletzt schlägt, sondern wer den Konflikt friedlich beendet
Du kennst doch sicher
Wenn die Machtverhältnisse ausgeglichen sind, ist alles ok. Ein dominantes Kind könnte aber immer Streit anfangen, und würde nie bestraft oder auch ein schüchternes Kind lernt nicht, sich zu wehren sondern sein Schicksal zu akzeptieren.