• kossa@feddit.org
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    8 days ago

    Wenn Eltern ihr Kind am Ende verteidigen, wird es schwierig

    Das finde ich auch sau weird zu beobachten. Hatte da mal ein KiTa Abholdespräch mitbekommen, als ich meine Kiddies abgeholt habe. War so “der soundso hat heute ein anderes Kind gehauen” und der Vater hat sich selbst direkt verdeckt im Verteidigungsmodus ausgespielt. So “Da muss das andere Kind aber vorher was gemacht haben, das macht der nicht einfach so, etc. pp.”. Und das ganze dann auch noch zunehmend unangenehm. Wo ich mir nur dachte…Diggi, das sind random 3-jährige. Natürlich hauen die sich mal “einfach so” auf’s Maul, und dann muss man denen halt regelmäßig erklären, das das scheiße ist ¯\_(ツ)_/¯

    • A_norny_mousse@piefed.zip
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      8 days ago

      “Da muss das andere Kind aber vorher was gemacht haben, das macht der nicht einfach so, etc. pp.”.

      Und das während der Sprößling zuhört 🤦 (so hab ich es zumindest oft erlebt).

      Ist leider kein Einzelfall. Viele Eltern sehen sich auf der Seite ihrer Kinder, vs. den Kindergarten. Mit Erziehung hat das nix zu tun.

      • Bonifratz@piefed.zip
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        8 days ago

        Ich frage bei meinen Kindern gerne mal umgekehrt:

        Kind: “Paul hat mich heute geschubst!”

        Ich: “Und was ist davor passiert?”

        Kind: “Ich hab Paul an den Haaren gezogen!”

        Ich: -_-

        • A_norny_mousse@piefed.zip
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          7 days ago

          Einmal (!) ist es mir bei so einem Gespräch gelungen einem 5-Jährigen die Sinnlosigkeit ständiger Eskalierung zu vermitteln. Irgendjemand muss den ersten Schritt unternehmen das zu unterbrechen auch wenn grad kein Erwachsener da ist. Man muss sich ja nicht gleich “versöhnen” - obwohl die meisten in dem Alter dazu durchaus in der Lage sind.

          IdR muss man sich aber mit Entschuldigung sagen zufrieden geben und das beste hoffen.

        • kossa@feddit.org
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          8 days ago

          Das habe ich auch mal bei Bekannten erlebt, den Austausch, und dachte direkt “mega schlau, das merke ich mir”.

          Leider spielt meine Älteste da nicht mit. Wenn ich das frage ist immer “nix ist davor passiert”, selbst wenn man es vorher genau gesehen hat 😐

          • Zwuzelmaus@feddit.org
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            8 days ago

            Das würde ich konkretisieren. Nie “was ist passiert” sondern immer “was hast du gesehen / was hast du vorher getan / was hast du danach getan / was hat X danach getan” usf.

            • Mighty@lemmy.world
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              8 days ago

              Ich arbeite mit Kindern. Ich sag denen immer: mich interessiert nicht, wer angefangen hat, sondern wer aufhört. Für Kinder ist es größtenteils nicht ersichtlich wer angefangen hat, weil sie sich nicht so gut in anderen hinein versetzen können (wenn wir von unter 10-jährigen sprechen).

              • A_norny_mousse@piefed.zip
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                7 days ago

                mich interessiert nicht, wer angefangen hat, sondern wer aufhört.

                Danke, das merke ich mir.

                Für Kinder ist es größtenteils nicht ersichtlich wer angefangen hat, weil sie sich nicht so gut in anderen hinein versetzen können (wenn wir von unter 10-jährigen sprechen).

                Oder sie erkennen so zeitliche Abläufe einfach nicht so gut, oder erinnern sich einfach nicht. Zumindest nicht von selbst. Mit einem Erwachsenen zusammen klappt das aber oft ganz gut, finde ich.

                Im übrigen finde ich ein 9-jährige sollte durchaus schon empathiefähig sein.

                • Mighty@lemmy.world
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                  6 days ago

                  Ja empathisch sind sie. Aber das Problem (auch für Erwachsene) ist oft, dass Kind1 etwas tut, was es selbst als nicht schlimm empfindet, kind2 empfindet es als Angriff und “wehrt sich”. Ergo denken beide dass das andere Kind angefangen hat

              • plyth@feddit.org
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                7 days ago

                Ich sag denen immer: mich interessiert nicht, wer angefangen hat, sondern wer aufhört.

                Oft ist das aber klar, und mit dem Spruch zeigst du dann, dass Gewalt eine Lösung ist. Einmal geht das, aber nicht immer.

                • Mighty@lemmy.world
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                  6 days ago

                  What? Woran siehst du dass Gewalt eine Lösung ist? Das ist das Gegenteil von dem was ich sage. Ich lege die Aufmerksamkeit auf die friedliche Lösung von Konflikten indem ich die Kinder bestärke, die Konflikte beenden können. “Aufhören” heißt nicht, wer zuletzt schlägt, sondern wer den Konflikt friedlich beendet

    • rustydrd@sh.itjust.works
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      8 days ago

      Ist leider auch kein neues Phänomen. Ich, in den 90ern aufgewachsen, hab das ständig beobachtet. Kind A schlägt/bestiehlt/etc Kind B, die Schulleitung hält Kind A eine Standpauke bis die Eltern von Kind A kommen mit sinngemäß “lassen Sie die Finger von Kind A, bestrafen darf den nur ich”. Und dann gehen die Eltern mit Kind A nach Hause und machen absolut nix. Erziehungsaufgaben werden nicht wahrgenommen, das Kind wird aber gleichzeitig als Besitz betrachtet und jeglicher Einfluss von außen als Aggression gewertet.

  • Tudsamfa@lemmy.world
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    8 days ago

    Schwierig.

    Auf der einen Seite ist das hier ein Großkonzern, der “leider” Spenden an den Kindergarten streichen muss, um mehr Überwachung gegen Alle durchzusetzten, weil wenige Leute (u.A.) Lebensmittel stehlen.

    Auf der anderen Seite sind es verfickte Gen Alpha Drecksbälger. /s

    • HieroProtagonist@lemmy.mlOP
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      7 days ago

      Erstmal ist Edeka jetzt nicht gerade ein klassischer Großkonzern, das ist eine Genossenschaft und die Filialen werden von selbstständigen Kaufleuten geführt. Ich würde auch “Gefriertruhe ausgesteckt” nochmal DEUTLICH anders bewerten als Lebensmittel-Diebstahl: Das ist einfach nur Sachbeschädigung in der asozialsten Form.