Ich sehe eher das Problem darin dass das “Hinterfragen” an und für sich oftmals das eigentlich Endziel darstellt und nicht das finden einer Antwort.
Viele ‘hinterfragen’ alles mögliche, auch gut etablierte Tatsachen, aber finden dann trotzdem nur die bereits bekannten Antworten.
Würden Leute nach der Sichtung zuverlässiger Quellen das einfach akzeptieren und mit ihren Leben fortfahren wären wir ja nicht in diesem Desaster. Aber wenn man lange genug sucht findet man auch immer eine verschwurbelte Nische.
Auch die meisten Kultureinrichtungen gelten inzwischen als systemkonform und ideologisch verstrahlt.
Ja, die könnten auch pro-aktiv ihre Finanzen veröffentlichen, da stehen die aber drüber, das ist nicht notwendig. Wieviel kriegt der Leiter der Einrichtung? Wieviel kriegt der/die Künstler*in für das Kunstwerk das man nicht mag? Darüber redet man nicht. Kultur ist auch wichtig.
Der Verwandtschaft wurde gerade das Wohngeld gekürzt? Kann man nichts machen. Aber das Projekt das vom Bürgermeister einmal bei der Eröffnung mit dem Arsch angeguckt wird und danach 10 Jahre vergammelt um dann entsorgt zu werden, das kriegt 20.000€ und Sektempfang.
Die Kultureinrichtungen reagieren oft mit einer Art Wagenburgmentalität: Sie schließen sich enger zusammen und verteidigen umso entschlossener die bestehenden – liberalen, demokratischen, rechtsstaatlichen – Verhältnisse.
… und ihre eigene Intransparenz und Vetternwirtschaft.
Ich finde es unglaublich verlogen zu behaupten das “Kultureinrichtungen” demokratische Verhältnisse verteidigen, wenn sie die Möglichkeit ablehnen das man die Leiter und Mitwirkenden in diesen Einrichtungen abwählt.