Ein fremder Mann spricht sie an, wenig später findet sich unsere Autorin auf einem Video im Netz wieder. Gefilmt wurde sie heimlich. Was kann sie nun tun?

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    3 days ago

    Der Artikel ist schlecht recherchiert.

    Allerdings weist Natzel darauf hin, dass eine Anzeige aufgrund der Anonymität der Tä­te­r:in­nen häufig keine Konsequenzen mit sich bringe, zumal bloß „unter 10 Prozent aller Fälle von sexualisierter Gewalt überhaupt angezeigt“

    Wie groß ist denn die Erfolgsquote bei Anzeigen? Auf Facebook ist ja niemand anonym und per IP wird der Hochlader auch auf allen anderen Platformen ermittelbar sein wenn er kein VPN nutzt.

    Zwar sind Plattformen wie Instagram nach deutschem Recht eigentlich dazu verpflichtet, Fotos und Videos von Personen, die ohne Einwilligung hochgeladen werden, zu löschen.

    Hier ist ein inhaltlicher Cut. Platformen sind also erst einmal verpflichtet zu löschen, unabhängig von strafrechtlichen Entscheidungen. Der Absatz geht aber weiter, ohne bei der Lösung zu bleiben:

    Allerdings gibt es einige Ausnahmen. Iffländer etwa sagt, ob „heimliche Filmaufnahmen mittels Wearables, wie Kamerabrillen, strafrechtlich oder ordnungsrechtlich relevant sind“, komme auf die Umstände an.

    Es ist doch erst mal egal, welches Recht gilt. Offen bleibt leider, wann konkret es Ausnahmen gibt und ob sie in diesem Fall bestehen. Ausserdem gehört hier hin, wie die Platform begründet, warum das Video nicht gelöscht wurde.

    Zu diesen Umständen zählen „der Ort der Aufnahme, die Art der Aufzeichnung, der Inhalt des Bildmaterials sowie dessen Verwendung oder Veröffentlichung“.

    Maximale Nichtinformation. Welche Orte, welche Arten, welcher Inhalt, welche Veröffentlichung?

    trotzdem bestehe keine „allgemeine zivil- oder strafrechtliche Haftung für jede durch Nut­ze­r:in­nen angefertigte Aufnahme“,

    Haftung ist ein Nebenthema und ist unabhängig von der Löschung. Das ist schon fast Gaslighting.

    oder zumindest eine erfolgversprechende Durchsetzung der eigenen Rechte – gesichert ist.

    Warum hat die Platform nicht gelöscht wenn sie im Recht war? Was sagt die Presseabteilung der Platform dazu?

    Gegenwehr lohnt sich.

    Für alle Menschen ohne Zugang zu einem digitalen Mob eher ein Aufruf zur Resignation, nachdem vorher alle anderen Massnahmen als unwirksam dargestellt wurden.

    An das Ende eines solchen Artikels gehört eine Handlungsempfehlung, was gemacht werden kann, um die Situation zu verbessern.