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Hätte vor paar Monaten fast ein Haus gekauft. War wunderschön. 110m², an nem kleinen Bach, super abgelegen von allem (trotzdem Glasfaser lmao liebe Österreich), und das ganze echt relativ günstig für 325.000€.
Als ich dann meinen Kollegen zu einer Zweitbesichtigung geholt habe, der sich gut mit Bausubstanz auskennt, hat er nen Blick aufs Dach geworfen, kam wieder runter und sagte zu mir: “Bruder ist ne geile Bude aber da oben warten massive Renovierungskosten auf dich, allein das Asbest von da oben runterzukriegen und zu entsorgen wird dich 125.000€ kosten.”
War sehr traurig muss ich sagen. Hätte das Haust echt gern gehabt.
Wieso war das denn derart teuer? Asbestsanierungen kenne ich normalerweise eher im 4- oder niedrigen 5-stelligen Bereich. Gerade bei Dächern und Fassaden ist es verhältnismäßig leicht zu entfernen, da es fest gebunden ist (wenig Faserfreisetzung) und in der Regel nur verschraubt oder genagelt (statt verklebt). Putz, Mörtel, Fußbodenkleber, usw. sind tendenziell ätzender zu entsorgen.
Ja, das wundert mich auch grad. Ein 6(!!)-stelliger Betrag um eine Menge zu entsorgen die in einen einfachen Container passt?
Will OPs Freund nicht schlechtreden, aber da würde ich mir ne zweite Meinung holen. Das Haus scheint ein wenig extra Mühe ja wert zu sein
Jepp, die Kosten sind komplett übertrieben. Bei dem Dach - vorausgesetzt das Baugerüst wird gestellt und es handelt sich um eine übliche Hausgröße - würde ich eher so maximal 10-15k schätzen. Das haben die spätestens nach 2 Tagen unten, vielleicht sogar nach einem Tag.
Nomes Est Omen, wenn man sich OPs Namen ansieht :D
Die Kosten für die Entsorgung finde ich komplett übertrieben. Billig ist es nicht, aber es gibt Firmen, die sich auf die Entsorgung spezalisiert haben und das fachgerecht ziemlich schnell runterbekommen. Wenn du das Dach dann soweiso renovieren willst/musst, kannst du das sogar mit dem selben Baugerüst machen, und die Firma, welche das Abest entsorgt, kann direkt mit ihren Arbeiten beginnen.
Wichtiger ist, dass du auch Testbohrungen in der Außenwand machst - da wurde damals auch oft Asbest verwendet. Ebenso prüfen, ob noch irgendwo alte Bodenbeläge vorhanden sind. Man hat früher auch öfters asbesthaltigen Kleber verwendet (aber auch das ist kein Weltuntergang, das muss dann unter Unterdruck abgefräst und aufgesaugt werden).
Source: Habe letztes Jahr ein gesamtes Haus aus den 60ern von einem zertifizierten Unternehmen fachgerecht abreissen lassen, vollgepumpt mit Asbest. Die höchsten Kosten waren in der Tat die Arbeitsstunden, da du eben alles Stück für Stück entfernen musst, und nicht einfach mit dem Bagger alles abreißen kannst.
Uff, ein Drittel des Hauspreises nochmal nur in die Entsorgung stecken ist krass