Während in den Führungsebenen großer Unternehmen häufig Begeisterung für KI-Anwendungen herrscht, berichten Softwareentwickler häufig von negativen Erfahrungen mit der Technologie. Wie 404 Media berichte, verwenden viele Entwickler KI nicht aus Überzeugung, sondern weil sie dazu gedrängt oder explizit dazu angewiesen werden.
Als besonders zeitintensiv und frustrierend beschreiben Entwickler die Überprüfung von KI-generiertem Code, der häufig fehlerhaft sei, heißt es weiter. Hinzu komme die Befürchtung, dass eigene Fähigkeiten verloren gehen, weil eigenständiges kritisches Denken und Problemlösungskompetenzen durch den Einsatz von KI-Tools verloren gehen könnten.
Meiner Erfahrung nach kann KI die Aufgaben in der Entwicklung gut genug, die normale IDEs schon mitbringen bzw. schon lange können. Boiler Plate Code generieren. In der Zwischenzeit kann man sich einen Kaffee holen. Eine richtige IDE würde mir den Code wahrscheinlich schneller ausspucken. Leider sind Lizenzen für solche Tools recht teuer und die KI ist ja eh schon da. Um sich gewisse Anregungen für mögliche Lösungen zu suchen, finde ich KI aber nicht schlecht. Aber per Agenten auf meinem System operieren zu lassen finde ich äußerst befremdlich.
Das mit dem “Boiler Plate Code” kommt immer wieder - aber ich frage mich (nach 40 Jahren programmieren und 30 Jahren professioneller Softwareentwicklung mit Sprachen von Assembler und Forth über C/C++/Java/Go/Lisp/Rust bis hin zu Scala) - was das eigentlich sein soll. Wer ständig repetitiven Code schreiben muss, macht irgendwas falsch, im Zweifel benutzt er zu geringe Abstraktionen oder Programmiersprachen mit zu wenig Abstraktionsvermögen.
Und wie schon zuvor ausgeführt, IST DAS ERZEUGEN VON CODE NICHT DAS BOTTLENECK im der Softwareentwicklung.
Glaube selbst das wird sich mittelfristig nicht rechnen, sobald die KI-Anbieter anfangen, sich die tatsächlichen Kosten bezahlen zu lassen, statt nur mit Dumpingpreisen ihre Markmacht auszubauen.