Es ist mal wieder der erste Sonntag im Monat und wir machen den Spaß dann bald schon ein Jahr. Also: Was habt ihr diesen Monat gemacht für eure digitale Unabhängigkeit?
Zum einen bin ich nun endlich von Reddit weg (ach ja, in diesem Sinne: Hallo an alle!) ansonsten bin ich gerade dabei mir Arch aufzusetzen und kann die erfolgreiche Migration von Bitwarden hin zu KeepassXC verkünden.
Bin von reddit hier her gewechselt.
Habe mitgewirkt an der Home Automation für das Haus eines Bekannten von mir. Alles bleibt mittels Home Assistant schön lokal auf einem Raspberry Pi und wird allenfalls per VPN von außen benutzt. Ist wirklich schön geworden und ein gratis PiHole hat man dann auch noch obendrauf bekommen :).
Läuft das von einer MicroSD? Ich weiß nicht ob ich da nicht einfach nur Pech hatte (oder vielleicht gibts da auch Optimierungen bei Raspian die meine Distro nicht hatte), aber das Ding hat sich nur so durch SD-Karten gefressen. Sind wohl angeblich die Logs, die bei Linux immerzu geschrieben werden.
Ist schon ein paar Jahre her, aber hatte mir das mit meinem PiHole anders vorgestellt. Habs letztendlich aufgegeben, hatte keine Lust mehr, MicroSDs zu kaufen und immer wieder neu aufzusetzen.
Ich bin leider weitgehend fertig (keine Konten mehr bei U.S.-Konzernen, Linux im Haushalt, GrapheneOS auf allen Telefonen, Homelab schnurrt) - dachte ich. Aber dann kam diese Woche Spez um die Ecke mit seiner jüngsten Scheißidee, Reddit nun endgültig hinter die Login-Wand zu stecken. Zeitgleich begann meine selbst gehostete Redlib-Instanz unbenutzbar zu werden. Da habe ich beschlossen:
- Fuck /u/spez
- Ich muss jetzt endgültig das Fediverse zu meiner neuen Heimat machen. Kein Lurking auf Reddit mehr. Hier spielt jetzt die Musik. Das bedeutet auch: Mehr posten, um das hier mir mehr Leben zu füllen.
Tja. Das habt ihr nun davon. 😁
Ich habe nach langem Suchen endlich eine Open-Source-Alternative für SketchUp gefunden: IngeTrazo. Inzwischen gibt es Version 0.5.11, aber ich habe das Programm mit der Version 0.5.8 getestet, und ich muss sagen, dass der Workflow zu 90% dem von SketchUp entspricht. Hier und da gab es noch einige Dinge, die nicht so gut liefen, wie zB. die Darstellung von Layern, aber das ist mit der aktuellen Version behoben worden. Sogar die Shortcuts sind identisch mit denen von SketchUp.
Ich habe in meinem Studium sehr viel mit SketchUp gearbeitet, und hatte zuletzt die Version 2019, deren Lizenz ich als umstritten bezeichnen würde. Ich konnte es daher nur starten, wenn W-Lan abgeschaltet ist. Mit dem Update auf MacOS 27 bekam ich eine Warnung, dass in der folgenden Version der Support von Intel-Apps eingestellt wird. Zufällig habe ich dann IngeTrazo entdeckt.
Positiv:
- Man kann sich sogar eine Materialliste ausgeben lassen, die man auch in Libre Office öffnen und weiterbearbeiten kann. Das kann SketchUp nach meinem Wissensstand nicht.
- Es gibt eine Bridge zu Blender (geht aber erst ab Blender Version 5). Das habe ich noch nicht getestet
Negativ:
- IngeTrazo kann SKP-Dateien öffnen, jedoch ausgerechnet nicht die, die mit der SketchUp-Version 2019 erstellt wurden. Diese Dateien müssen zunächst in SketchUp in einer früheren Version gespeichert werden.
- Derzeit gibt es kaum Tutorials (z.B. YouTube), aber wer SketchUp kennt, der kommt auch mit IngeTrazo zurecht.
Ich kann das Programm empfehlen. Es funktioniert nach der gleichen Logik wie SketchUp und ist selbstverständlich auch Offline nutzbar.

Leider leider ist das slop. Von slop halte ich fast so wenig wie von big tech…
Danke für den Tipp!
Nicht direkt an dem Tag, aber ich habe seit der Windows 11 Blamage dieses Jahr mir Linux aufgesetzt. Anfangs muss ich sagen, das es gar nicht so einfach war wie alle immer geschrieben haben. Vor allem da ich sehr viel gemisxhte Sachen mache (von Musik zu Videoschnitt und Piraterie ist alles dabei). Aber mithilfe von (lokaler) ai ging die umgewöhnung ganz gut.
Habe mir jetzt auch einen eigenen homeserver augebaut auf meinem alten laptop und nextcloud. Fühlt sich auch noch nicht ganz rund an, aber immer mehr Sachen kommen dann in zu meiner lokalen cloud (immich, joblin, talk)
Aber wenn ich mir heute so Gedanken drüber mache, habe ich zwar schon sehr viel geschafft auf open source Dienste zu wechseln, aber ich brauche mindestens genauso viel um den Rest zu machen.
Mein nächstes Projekt ist jetzt Google meet los zu werden für einen hobby Podcast zum aufnehmen, Gmail für die ganzen faulen Anmeldungen, und Google maps. Villeicht auch mal GrapheneOS zu installieren, wenn ich dann mal soweit bin.
@Maps: Ich habe im Sommer OrganicMaps für mich entdeckt und bin begeistert. Material ist von OpenStreetmaps (d.h., du hast jeden Briefkasten eingezeichnet), kann aber auch Navigation. Und das alles ohne mobile Daten. Bin damit ins Ausland, dort herum und zurück. Hat mich nie im Stich gelassen.
Da würde ich https://www.comaps.app/de/ anstatt von OrganicMaps empfehlen, das ist ein community fork, es gab da Differenzen mit der Unternehmensführung von OrgamicMaps meines Wissens nach
Alexa raus werfen.
Ich habe endlich ein funktionierendes HomeAssistant Voice setup (0,2s im Mittel von Sprechen bis Antwort wird vorgelesen, komplett lokales Setup, kein LLM, Fehlerquote beim Ausführen von Befehlen unter 1% :D), mit einem Haufen custom Kleber, weil mir HAs Voice Assistant so gar nicht zusagt.
Als letztes Hindernis war noch die Echo Wall Clock im Einsatz. Irgendwie mag die niemand, wir finden sie fantastisch, um laufende Timer anzuzeigen.
Lange Rede kurzer Sinn: Amazon authenfiziert nur die Uhr gegenüber dem Echo, nicht aber in die andere Richtung 😂 Heißt die Uhr ließ sich ohne Probleme kapern und hängt seit heute Morgen an HomeAssistant.
Auf das Thema habe ich auch richtig Bock. Nur will ich keine extra Hardware für LLMs anschaffen und die sind mir eigentlich auch zu unpräzise. Ich hätte nichts dagegen die Phrasen immer gleich zu sagen. Was war dein Startpunkt um das ganze ohne LLM aufzusetzen und nutzt du dedizierte Hardware oder die Home assistant app auf dem Handy für die Sprachbefehle?
Ich hab vor ein paar Monaten das hier geschrieben (well… Mit LLM Unterstützung… Ich hab auch nur begrenzt Zeit für so was ^^)
https://github.com/charludo/hass-closest-intent
Das macht die Spracheingabe fuzzy auf die in HomeAssistant hinterlegten intents. War für mich ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Spracherkennung ist heute auch ohne teure Hardware echt gut möglich. Habe jetzt parakeet-ultra am laufen auf einem NUC mit NPU, das sind 90ms für einen durchschnittlichen Befehl bei 10% Wortfehlerrate. Auch ohne NPU, rein auf CPU, war das gleiche in ca. 220ms drin.
Das größte Problem sind die Satelliten und wakeword Erkennung. Ich habe aktuell ein Raummikro mit nem RP4 dran… Das geht schon in Ordnung. Ich schiele allerdings hier drauf:
https://www.seeedstudio.com/ReSpeaker-XVF3800-4-Mic-Array-With-XIAO-ESP32S3-p-6489.html
Da geht die gleiche software drauf (LVA von HA). Außerdem logge ich gerade alle Aktivierungen mit (falsche und richtige), um dann hoffentlich in ein paar Wochen ein eigenes Wakeword trainieren zu können, was besser auf uns und unseren Raum passt. Ist also schon noch Arbeit alles.
(Vom Handy aus, wo du per Button startest, ist es GAR kein Problem. 100% auf Anhieb verstanden immer. Oh man, ich hätte echt gern so eine Starfleet-Badge.)
LLM hat für mich in HA nix zu suchen. Das ist viel, viel zu langsam. Selbst mit toller Hardware und einem kleinen Modell. Und es ist völlig unnötig.
Insgesamt macht das ganze Projekt aber echt Laune. Mir fallen am laufenden Band neue Sachen ein, die ich gerne fragen können würde, und dann kann man sie einfach adden. (Ist heute Müll? Spiele x aus meiner (!!!) Musikbibliothek. Mach den Fernseher heller. Was steht heute an? Wie windig ist es gerade? Ist <Freundin> bald zuhause? Spiel die Nachrichten von WDR3, die Amazon/Alexa aus irgendeinem Grund nicht mehr anbietet.)
Falls das jemanden interessiert, ein von meiner Lieblingssoftwareprojekten hat vor kurzem seine Bibliothek veröffentlicht. Sie erlaubt einem kollaborative Linux-Anwendungen zu schreiben – so wie Google Docs, wo mehrere Benutzer auf einmal ins gleiche Dokument schreiben können – die aber ganz dezentralisiert und ohne Netzverbindung funktioniertren.
Habe mir heute Navidrome aufgesetzt, um endlich Spotify zu ersetzen. Resonus als Handy App fühlt sich gleich vertraut an.

Navidrome ist ein Träumchen. Für den Client würde ich aber von Vibecoding-KI-Slop wie “Resonus” abraten und auf bewährte Anwendungen echter Coder wie z.B. Tempus setzen.
Betreibst du Navidrome nur im LAN/hinter einem VPN?
Ich hatte es erstmal auf dem Homeserver aufgesetzt, doch immer mit dem VPN nach Hause zu telefonieren fand ich dann doch umständlich. Jetzt läufts noch extra auf meinem Root Server, die paar GB an Musik tun dann auch nicht weh.
Danke für den Tipp mit den Client, werde es mir anschauen.
Ich frage wg. Sicherheitserwägungen.
Das Jellyfin-Team (Videostreaming, ähnliche Baustelle also) rät ja schon seit jeher davon ab, eine JF-Instanz öffentlich zu hosten, da das Team kein großes Augenmerk auf Security legen kann. Ich weiß nicht, ob das bei Navidrome ähnlich ist. Generell: Wenn ich einen Dienst nicht zwingend öffentlich haben muss (weil nur ich ihn nutze oder wenige Eingeweihte), dann bleibt er hinterm VPN. Öffentlich habe ich nur meine Nextcloud und den Webserver. VPN an zum Musikhören ist ja nur ein Klick mehr (auf Android wie Linux) - das tut mir nicht weh.
Da hast du Recht.
Zunächst Datenauskunft bei Amazon angefragt. Hat ein paar Tage gedauert, bis der Report verfügbar war. Leicht schockiert über die Vielzahl und Detailtiefe der Daten. War ein sehr alter Account, privat und geschäftlich genutzt, eine Zeit lang Musik und Video, Alexa Geräte.
Anschließend Amazon Account gelöscht.
Ich habe seit dem letzten DI day lokal forgejo installiert. Das Setup war mit vorhandenem NAS mit Docker (und ehrlicherweise viel Erfahrung mit Docker, Github Actions etc.) sehr einfach, habe jetzt ein eigenes Mini Github mit eigener CI.
Da werden jetzt erstmal ein paar kleine interne Applikationen versioniert und gebaut sowie meine vorhandene Webseite von Github gespiegelt. Hosting läuft bereits auf Netcup, demnächst ziehe ich dann die Workflows zum Contentupdate und Deployment sukzessive um.
Wer kostenlos und ohne Setup mit Forgejo herumspielen will, kann das bei https://codeberg.org/ oder https://codefloe.com/ .
Wie machst du das? Alle Entwicklung nur auf dem lokalen forgejo? Oder zuerst Github und dann lokal gespiegelt? Oder das forgejo auf Github gespiegelt?
Lokale packe ich teilweise gar nicht auf GitHub. Sind dann sehr spezifische Dinge die vermutlich nicht allgemein nützlich sind, ich aber trotzdem für mich warten will, also Renovate Patch, fj baut neue Container.
Forgejo kann wenn ich das richtig sehe, zwei Wege Sync. Derzeit spiegle ich meine Webseite nur aber perspektivisch werde ich die dann nur lokal entwickeln und evtl. noch bei Codeflo oder so Backup haben.
Nun aufgrund der Blamage von Andy habe ich nun erstmal temporär meine gesamte (wichtige) E-Mail Kommunikation von proton Mail auf den Mail Service von ionos umgesetzt und bei meinen meist genutzten Services (Banking, Versicherungen, Hosting, …) eingetragen oder angefordert zu ändern.
Da ich auch bei Proton meine Kontake, Todos und Kalender gehostet hatte, hab ich in meinem lokalen Netzwerk eine owncloud hochgezogen wo ich jenes nun manage. Zugriff von Außen erfolgt dann via wireguard.
Ferner hab ich in diesem Monat mein Joplin Sync Server aufgesetzt, sodass ich von Überall auf meinen Geräten meine Notizen synchronisiert bearbeiten kann.
Ferner habe ich in Sparkyfitness nun auch mit dem Tracken von meinen Workouts angefangen, die Verlockung ein Wöchtliches Abo bei Freeletics anzufangen war sehr hoch.
Was ist denn bei Protonmail gelaufen? Bzw wer ist Andy falls man den nicht kennt.
Hab hier darüber geschrieben https://feddit.org/post/37402386
Andy Yen ist einer der CEOs und er ist ein ziemliches Arschloch gegenüber seinen Entwickelnden.
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Google Notizen mit Notizen auf der eigenen Nextcloud ersetzt
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angefangen, ein eigenes Passwort-Vault (KeePass XC/DX) zu nutzen (momentan noch parallel, trau mich nicht ganz)
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MS Authenticator ersetzen (noch wip)
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Ich habe mittlerweile den Großteil meiner Infrastruktur auf Linux und daher gibt es gar nicht so viel umzustellen. Ich habe aber bei diesem Photocraft-Projekt mitgeholfen und ein paar PRs erstellt. Das ist zwar irgendwie eine komplett wilde Art und Weise, wie Software entsteht, aber da ist dann doch eine “method to this madness” und es funktioniert irgendwie erstaunlich smooth.
Hatte Discord (zusätzlich zu Matrix und Fluxer) genutzt. Jetzt bin ich Discord los.