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Ich bin mir ziemlich sicher, dass die rechtsradikale israelische Regierung auch ohne Hamas auf die Palästinenser einkloppen würde; sie haben halt 2023 eine ganz gute Ausrede bekommen. Siehe auch die israelischen Aktivitäten im Westjordanland, das gar nicht von der Hamas regiert wird.
Die Hamas halt auch. Man kann nur hoffen, dass bald eine “linke” Regierung in Israel die Wahlen gewinnt und dann mal endlich einen ordentlichen Frieden mit den Palästinensern durchbekommt. Heißt natürlich auch, dass man die “Siedler” aus dem Westjordanland raus prügeln muss. Da muss der israelische Premier gute Schusswesten tragen, wenn die Armee das machen soll.
Wird nicht passieren. Die Massaker des 7. Oktober haben das politische Spektrum in Israel erheblich nach rechts verschoben, was nun wirklich niemanden überraschen sollte. Jedes Land hätte so reagiert, ohne Ausnahme. Das heißt nicht, dass ich das gutheiße.
Israel hat übrigens mal Siedler rausgeprügelt (im Wortsinne - die sind nicht freiwillig gegangen) - aus Gaza. Endresultat: Mehr Terror statt weniger als Dank, dazu eine erhebliche Stärkung palästinensischer Extremisten, mit dem 7. Oktober als Krönung. Warum würde selbst ein linker Politiker in Israel nun geneigt sein, die Siedler - so furchtbar sie unzweifelhaft sind - aus dem Westjordanland zu vertreiben? Macht machtpolitisch, gesellschaftlich und strategisch (die Siedlungen sind wertvolle Puffer) absolut null Sinn.
Der 7. Oktober ist das größte Eigentor, das sich die Palästinenser je geschossen haben - und das nach einer langen Liste von sehr dummen Entscheidungen.
leider ist das so
Die Dimension war eine ganz andere. Netanyahu war komplett okay damit, Gaza sich selbst zu über lassen. Kein einziger israelischer Soldat war dort stationiert, sämtliche Siedler wurden dort gewaltsam vor Jahrzehnten zum Verlassen gezwungen und die Grenze wurde so wenig ernst genommen, dass selbst zu ihrer Überwachung und Verteidigung kaum Ressourcen zur Verfügung standen.
Seine Priorität war das Westjordanland, danach die Bedrohung durch die Hisbollah.