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    9 days ago

    Ja, wenn du das Märchen oft genug erzählst, wird es schon irgendwer glauben. 😂

    Nein, der deutsche Haushalt steht nicht unter Druck, weil die Bundeswehr nach Jahrzehnten des Verfalls tatsächlich Geld benötigt, um wenigestens eine gewisse Verteidigungsfähigkeit zu besitzen. Nein, der Haushalt steht auch nicht unter Druck, weil das faule Pack in Deutschland nicht mehr weiß, wie man arbeitet und lieber Krankheiten simuliert. Und nein, der Haushalt steht ebenfalls nicht unter Druck, weil der böse Klimaschutz die Wirtschaft abwürgt oder wir uns -aus Anlass der aktuellen Scheinduskussion- Peanuts an Entwicklungshilfe (die dann auch wieder mit Aufträgen für die deutsche Industrie im Wert des zigfachens an Investitionen vergolten werden) oder grundlegende Menschenrechte (Grüße gehen raus ans Asylrecht) nicht mehr leisten können.

    Der deutsche Haushalt steht unter Druck, weil man jahrzehntelang Gelder zum Erhalt der Infrastruktur lieber an seine reichen Spender verschenkt hat und jetzt alles kurz vor dem Zerfall steht, weil man für seine reichen Spender innovative Konkurrenz klein gehaltne hat, damit die mit obsolten Geschäftsideen weiter Geld scheffeln konnten, weil man sich zusätzlich zu all den Geldgeschenken auch beharrlich weigert, diese Leute, für die unser korrupter Regierungshaufen in Wahrheit arbeitet, zu besteuern und deshalb alles die Arbeiter stemmen müssen, und weil die verdammt nochmal trotzdem den Hals nie voll kriegen können, und deshalb noch mehr von dem, was jeder Deutsche erwirtschaftet aus dem System entfernt und nach oben in die prall gefüllten Säcke transferiert werden muss. Da muss der Staat dann halt schonmal absichtlich die eigenen Steuerfahnder sabotieren und wenn selbst das nicht reicht, eben auch Steuervergehen absichtlich verjähren lassen.

    • poVoq@slrpnk.net
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      9 days ago

      Ein drittel des gesammten neuen Haushaltes wird in Waffen investiert. Das ist nicht mit Investitionsstau bei der Bundeswehr zu erklären und der maroden Infrastruktur hilft das auch nicht.

      Fakten sind Fakten, auch wenn einem das aus ideologischen Gründen nicht in den Kram passt 🤷

      • Ooops@feddit.org
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        9 days ago

        Richtig, das Geld für Investionen in die Infrastruktur nicht in die Ein marode Infrastruktur zu investieren, sondern stattdessen komplett zweckzuentfremden, damit man noch mehr vom eigentlichen Haushalten an 0,1% der Deutschen verschenken kann, hilft der Infrastruktur nicht. Und weil das so ist, redest du darüber und… Ach nee, tust du nicht. Du plapperst stattdessen irgendwas von Waffen, weil das die vorgesehene Ablenkung ist und du braves Schaf mitmachst.

        Und doch mit mehr als 30 Jahren Raubbau an der Verteidigung kann man (genau wie bei der Infrasturktur…) tatsächlich sehr wohl noch viel mehr erklären. Das darf nur nicht so offen gesagt werden, weil sonst dem dummen Deutschen klar werden könnte, welche geisteskranken Summen, die der Staat zur Erhaltung einsetzen sollte, seit Ewigkeiten veruntreut werden.

        Der Anteil an den Gesamtausgaben für Verteidigung war 30 Jahre lang viel zu niedrig. Das einzige, was noch mehr vernachlässigt wurde, war Wohnungsbau und Kommunalwesen. Und siehe da: auch da können wir uns komischerweise einfach nicht leisten, die wahnsinnigen Unsummen aufzubringen, die nötig wären, um jetzt auch nur wieder auf ein Normalmaß zu kommen. So ist das eben, wenn man mehr als eine ganze Generation lang jedes Jahr Investitionsschulden anhäuft. SCHULDEN! Nur weil dem Wähler scheinbar eingetrichtert wurde, dass Investitutionsschulden keine Schulden sind, wird das nicht zur Realität. Wenn du jedes Jahr 2-3 Prozent des Haushalts zu wenig ausgibst, häufst du innerhalb von einigen Jahrzehnten knapp einen gesamten Jahreshaushalt nur an Investittionschulden an. Das nennt man nicht Ideologie, sondern Mathematik.

        Deshalb bräuchte es auch eine extreme Summe, nur um die größten Mängel zu beheben, und jeden, der vor über einem Jahr beim Thema Schulden aufgepasst hat (also kaum einer, wenn ich mir angucke, wie entsetzt jetzt all sind), kann eine Billion nicht überraschen. Weil das verdammt nochmal nötig ist.

        Und statt uns darüber aufzuregen, dass es der korrupte Regierungshaufen schafft, diese Menge an Schulden aufzunehmen und trtozdem nichts zu investieren, plappern alle schön laut von der bösen Aufrüstung. Da kann man schließlich kleine Geister mit großen Zahlen beeindruckend, damit sie nicht darüber nachdenken, dass noch größere Zahlen einfach in Geldgeschenken an die Überreichen versickern statt damit z.B. endlich mal die Bahn wieder funktionstüchtig zu bekommen, oder ein funktionierendes modernes Stromnetz zu haben, das die Energiewende verkraftet, oder Brücken, die nicht einsturzgefährdet sind, oder… oder… oder… Aber nee, schau lieber dort hin! Ein dreiköpfiger Affe Aufrüstung!

        • poVoq@slrpnk.net
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          9 days ago

          Aha, und was glaubst du wem Rheinmetall und die ganzen anderen Waffenhändler gehöhren? Man man man, also so vor lauter Bäume den Wald nicht sehen hab ich echt schon lange nicht mehr erlebt 🤦

          • DdCno1@beehaw.org
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            8 days ago

            Beschwer dich bei Russland, wenn dich das so stört. Ohne russische Aggression würde die Bundeswehr immer noch kaputt gespart.

            • poVoq@slrpnk.net
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              8 days ago

              Sinnlose Panzer bei Rheinmetall kaufen hilft der Bundeswehr quasi garnicht sondern vor allen den Aktionären von Rheinmetall. Du tappst der Propaganda genau in die Falle wenn du glaubst es ginge um die Russen. Wenn es wirklich um die Russen ginge würde das Geld in die Ukraine fließen oder ein staatliches Drohnenabwehrprogram oder ähnliches aufgesetzt.

              • DdCno1@beehaw.org
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                8 days ago

                Die Panzer sind nicht sinnlos. Du kannst einen modernen Krieg nicht ohne führen, auch im Zeitalter von Drohnen. Deutschland hat seine Panzerwaffe seit der Wende (mitsamt dem Rest der Bundeswehr) vernachlässigt und es muss jetzt etwas passieren. Wir können uns nicht darauf verlassen, dass Ukraine und andere osteuropäische Länder sich alleine gegen die konventionelle Bedrohung stemmen. Verschleppte Investitionen müssen irgendwann passieren und anscheinend brauchte es dafür bei der Verteidigung einen großen Landkrieg in Europa (was natürlich die Frage aufwirft, was es brauchen würde, um vernünftige Klimapolitik zu machen).

                Ich würde auch behaupten, dass dir eine Verteidigungsarmee lieber ist als eine Interventionsarmee.

                Deutschland ist übrigens einer der größten Geldgeber der Ukraine. Klar könnte da mehr gehen und schneller, aber das ist leichter gesagt als getan. Politisches Kapital dafür wächst nicht auf Bäumen.

                Es gibt zudem erhebliche Investitionen in Drohnen (und Drohnenabwehr) in Deutschland. Die hiesige Rüstungsindustrie ist bei dem Thema vorne mit dabei.

                • poVoq@slrpnk.net
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                  8 days ago

                  Ich würde auch behaupten, dass dir eine Verteidigungsarmee lieber ist als eine Interventionsarmee.

                  Dann braucht man keine Panzer. Die sind heutzutage quasi nutzlos und wenn überhaupt dann nur bei der “Vorwärtsverteidigung” noch sinnvoll. Schon bemerkt wie die Ukraine nicht mehr nach Panzern fragt seit dem die Gegenoffensive gescheitert ist?

                  Und nein, der exportorientierten Waffenindustrie Geld in den Rachen zu schmeißen ist auch nicht sinnvoll wenn man vor allem Landesverteidigung im Sinn hat.

                  • DdCno1@beehaw.org
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                    8 days ago

                    Dann brauchst man keine Panzer.

                    Es herrschen sehr spezifische Gefechtsbedingungen in Ukraine aus sehr speziellen Gründen, die sich trotz vieler Dinge, die man vom Krieg dort lernen kann absolut nicht 1:1 auf andere zukünftige Kriege an anderen Orten übertragen lassen. Nur weil dort Panzer heute eine begrenzte Rolle einnehmen (sie werden immer noch benutzt), heißt das nicht, dass sie als Konzept obsolet sind. Festgefahrener Stellungskrieg ist in der Kriegsgeschichte die Ausnahme, nicht die Regel - und so ziemlich jedes Mal, wenn Leute basierend auf nur einem isolierten Aspekt eines Krieges in die Zukunft geplant haben, lagen sie komplett daneben (s. Maginot-Linie).

                    Die sind heutzutage quasi nutzlos

                    Nein, man kann kein Land von der Größe Deutschlands ohne hochgradig mobile, geländegängige und widerstandsfähige Waffenträger verteidigen. Niemand, der auch nur annähernd etwas von dem Thema versteht, würde behaupten, dass Panzer “quasi nutzlos” seien. Gerade in Kombination mit Drohnen und APS sind sie immer noch extrem gefährliche Systeme.

                    Alleine der psychologische Effekt eines 60 Tonnen Gefährtes das mit der Geschwindigkeit eines PKW, überraschender Agilität und einer riesigen Kanone auf dich zu prescht darf nicht unterschätzt werden. Wer noch nie die Vibrationen von selbst einem weit entfernten Panzer gespürt hat, versteht das freilich weniger.

                    und wenn überhaupt dann nur bei der “Vorwärtsverteidigung” noch sinnvoll.

                    Hast du etwas gegen Bewegungskrieg? Willst du dich eingraben und gemütlich darauf warten, bis russische Artillerie dich und alles andere in einem Umkreis von 20km platt geschossen hat?

                    Du brauchst Panzer UND Infanterie UND Artillerie UND Flugzeuge UND Drohnen (und viel logistisches Zeug das gerne übersehen wird) um effektiv einen Krieg zu führen, egal ob als Angreifer oder Verteidiger - oder als Verteidiger, der zum Angreifer mutiert, denn wenn Russland uns (Europa) über Ukraine hinaus angreift, dann muss das damit enden, dass das heutige Russland als Bedrohung und damit als unabhängiger Staat aufhört zu existieren. Selbst den kleinsten Teil, den ersten Schritt davon (die unmittelbare Abwehr der ersten Angriffswelle) wirst du nicht mit Drohnen alleine schaffen.

                    Bevor du mir übrigens Kriegslust unterstellst, ich betrachte mich als militanten Pazifisten. Ich würde nie einen Krieg anfangen, aber ich mag auch nicht die Idee, wehrlos einem Aggressor gegenüber zu stehen.

                    Und nein, der exportorientierten Waffenindustrie Geld in den Rachen zu schmeißen ist auch nicht sinnvoll wenn man vor allem Landesverteidigung im Sinn hat.

                    Waffenexport ist extrem wichtig, um eine Rüstungsindustrie in Friedenszeiten am Leben zu halten. Man kann bei der hiesigen Rüstungsindustrie schön sehen, was nämlich passiert, wenn trotz Exporten der Einbruch an hiesigen Aufträgen so groß gewesen ist, dass die meisten Ingenieure (und mit ihnen sehr viel unersetzliches institutionelles Wissen) flöten gegangen sind und viele Produktionsanlagen geschlossen wurden. Das führt nämlich dazu, dass es gerade jetzt sehr schwierig ist, schnell genug auf die nun sehr dringlichen Aufträge zu reagieren.

                    Man sollte nicht den Export von Waffen grundsätzlich kritisieren, sondern sich eher bemühen, dass diese nur an Länder mit vernünftigen Menschenrechten geliefert werden. Ich bin z.B. gar kein Freund davon, dass Qatar Leopard 2 spazieren fahren darf (aber immerhin sind die meisten Länder, die dieses Fahrzeug heute verwenden verbündete Demokratien).

          • Ooops@feddit.org
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            8 days ago

            Ich fasse zusammen…

            Du: Waffen!

            Ich: Das Thema Waffen ist nur Ablenkung.

            Du: Aber WAFFEN!!!

            Ich: Darum geht es doch gar nicht. Hör auf dich verarschen zu lassen.

            Du: AbEr WaFfEn!1!

            Bist du dumm oder trollst du?

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              8 days ago

              Du hast es immer noch nicht verstanden 🤦 Du beschwerst dich das die Politik Schulden macht um den reichsten 0.1% Geld in den Rachen zu schieben. Genau darüber beschwere ich mich auch!

              Größtenteils unnötige Waffen auf Pump bei Rheinmetall etc. kaufen ist genau das. Wenn das Geld in Infrastruktur oder meinetwegen auch Unterstützung der Ukraine fließen würde, hätte ich nichts da gegen, aber das Ablenkungsmanöver ist nicht “aber Aufrüstung”, sondern “aber die Russen” um weiter von unten nach oben umzuverteilen.