Radio | DLF: Intellektuell abgehoben? – Wie der Dlf verständlicher werden kann
Hörerin Kathrin Vogelsang wird es im Dlf oft „zu intellektuell“. Dann schaltet sie ab. Was der Dlf daraus lernen kann, diskutiert sie gemeinsam mit Katharina Hamberger (Politikpodcast) und Martin Krebbers (@mediasres)…
Meine Meinung: Ich muss zustimmen das vieles in Nachrichten und Informationssendungen etwas zu intellektuell und abgehoben, zu verkopft ist. Das ist ein Problem das man nicht nur im Radio hat, sondern z. B. auch in der radikal Linken Bewegung. Da ist eine Große Lücke zwischen dem intellektuell abgehobenen auf der einen Seite und dem Populismus und Bildzeitungsniveau auf der anderen. Und diese Lücke muss wieder gefüllt werden, so gefüllt werden das ‘normale Menschen’ etwas damit anfangen können ohne das man in verfälschende Vereinfachungen und Populismus versinkt.
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Natürlich gehts auch um Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern. Weil Menschen sind Menschen und Menschrechte gelten für alle (Duh). Aber der Kampf gegen die Milliardäre und Kapitalist*Innen ist immer im Mittelpunkt.
Ich möchte deinen Eindruck nicht bezweifeln, aber meiner ist ein anderer. Ich lebe in einer Großstadt mit einer großen linken aktiven Szene, und Identiätspolitik zwar kein ganz so beliebtes Streitthema wie die Israel-Palästina-Debatte, aber hier gibt es durchaus Streit ob man jetzt feministischer Kampftag oder Frauentag sagt. Ich will deine Aussage nicht einfach stehen lassen, weil ich es für Wunschdenken halte solche Themen den “rechten” und “Trolls” hinzu schieben. Andererseits werde ich mich jetzt auch nicht auf eine Debatte zur Intersektionalität einlassen, davon habe ich wie gesagt schon genug geführt. Ist nicht böse gemeint, mich nervt einfach nur der Stellenwert der manchen Themen eingeräumt wird, denn wie du sagst, der Kampf gegen Milliardäre und Kapitalisten steht im Mittelpunkt.
Was ich wichtig finde: Die anderen Themen können und sollen auch unbedingt behandelt werden. Ich will niemandem vorschreiben, welches Thema am wichtigsten ist. Am Ende wäre es schön, wenn wir uns darüber einig sind, dass Ausbeutung durch eine ethnisch und geschlechtlich diverse Kapitalist*Innenklasse nicht unser Ziel ist. Aber bisher war ich da auch mit allen einer Meinung, mit denen ich darüber gesprochen habe.