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Cake day: June 15th, 2023

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  • Im europäischen Automobilsektor könnten bis zu 726.000 Jobs bis zum Jahr 2040 wegfallen. Das geht aus einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation im Auftrag des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall hervor, aus der das Magazin Politico berichtete. »Ohne Maßnahmen droht Europa eine dauerhafte Abhängigkeit von Drittstaaten bei Schlüsseltechnologien«, warnen die Experten.

    Grundlage der Berechnungen waren alle Bereiche der Wertschöpfungsketten, in denen Teile für den Antrieb eines Autos hergestellt werden. Im vergangenen Jahr beschäftigte dieser Branchenzweig der Studie zufolge in Europa rund 1,6 Millionen Menschen, die Wertschöpfung lag bei rund 250 Milliarden Euro. Bereits bis 2030 droht laut Fraunhofer-Institut ein Wegfall von 375.000 Stellen. Bis 2035 könnten europaweit insgesamt 660.000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren.

    Das ist krass, das wäre fast jeder zweite Arbeitsplatz in der Branche, der betroffen wäre. Kaum auszudenken, was das für die Wirtschaft und den Wohlstand hierzulande bedeuten wird…



  • Druyen: Multimillionär oder Milliardär wird man nicht, indem man angestellt ist, gut verdient und sich von Ersparnissen eine Immobilie kauft oder in ETFs investiert. Das ist ein völlig überholtes Bild.

    ZEIT: War das schon immer so?

    Druyen: Wir müssen hier zwischen Wohlstand und Reichtum unterscheiden. Wer gut verdient, beruflich aufsteigt und etwa in Eigentum investiert, kann finanziell betrachtet ein sorgenfreies Leben haben. Das war früher so und ist auch heute möglich. Aber großer Reichtum ist durch Arbeit nicht mehr erreichbar. Trotzdem ist es heute einfacher als früher, reich zu werden.

    ZEIT: Inwiefern?

    Druyen: Über Jahrhunderte hinweg hatte man als Ölbaron, Industrieller oder Reeder mit unzähligen Mitarbeitern und Rohstoffen die Chance, extrem reich zu werden. Heute gibt es Milliardäre und bald Billionäre, die nur mit einer App oder Idee Kapital sammeln und sehr reich werden. Deshalb gibt es immer mehr Reiche und Superreiche.

    ZEIT: Es ist also einfacher geworden, reich zu werden – aber nicht durch normale Arbeit. Ist das für eine Leistungsgesellschaft gefährlich?

    Druyen: Das Leistungsversprechen, wonach jeder es durch Arbeit bis nach oben schaffen kann, gilt nicht mehr. Und ja, es kann eine Demokratie gefährden, wenn viele Leute den Eindruck haben, dass sich Leistung nicht mehr lohnt.

    ZEIT: 82 Prozent der Angestellten in Deutschland glauben laut einer Forsa-Umfrage (https://news.kununu.com/happiness-index-2025-arbeit-reichtum-gehalt/), »mit einem normalen Job niemals Reichtum erlangen zu können«.

    Druyen: Damit haben sie auch völlig recht.

    Es klingt zunächst wie ein Widerspruch, aber im Grunde hat er recht. Mit normaler (abhängiger) Arbeit, z.B. als Angestellter, wirst Du nicht “reich”, kannst aber wohlhabend werden und ein sorgenfreies Leben führen (s.o.). Wirklich “reich” wirst Du aber nur wenn Du mit einer bestimmten Idee ein Unternehmen gründest (die Entwicklung von “Apps” sind am Ende auch Unternehmungen) und damit extrem erfolgreich wirst (oder auch als Sport- oder Medienstar).