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Nichts Neues, nur zusätzlich mit neuer Studie unterfüttert: Große, etablierte Unternehmen können nur bestehende Geschäftsmodelle verbessern. Neue, gänzliche andere Geschäftsmodelle können diese nicht aufbauen, da die internen Strukturen dem zuwiderlaufen.
Kurz auch Innovators Dilemma benannt: https://en.wikipedia.org/wiki/The_Innovator's_Dilemma
Edit: Das einzig Neue ist der Überbringer der Nachricht. Die IG-Metall kritisiert die Chefetage Innovationshemmend zu sein und widerspricht dem Zeitgeist, die staatliche Bürokratie wäre Schuld an allem.
Dem möchte ich noch folgenden Gedanken spenden. Deutschland hat das allgemeine Problem, zu viele große, etablierte, marktbeherrschende Unternehmen zu haben. Wenig Mittel- und Kleinunternehmen. Die paternalistische Industriepolitik verfolgt idR den Erhalt von Arbeitsplätzen als oberstes Ziel, wie die Zuschüsse bei Corona gezeigt hat. Firmen die To big to fail (Arbeitsplätze) sind, werden gestützt und gestärkt. ZB Automobilbau. Andere Firmen werden zum Schutz der Etablierten geopfert zB Solarindustrie, Windindustrie vs. China als Autokunde und Energiekonzerne.
Mit so einer Politik ist es einfach extrem schwierig ein neues Geschäftsfeld/ neue Industrie aufzubauen und richtig groß zu machen. Das klappte bisher in DE nur in der IT, da Computer ganz neu waren und keine Etablierten den Schutzdchirm der Politik bekamen.
Als jemand im IGM Großkonzern kann ich vieles so unterschreiben.
Wo bitte hat das geklappt? Sag jetzt nicht SAP, deren Kernkompetenz ist nicht IT sondern Verwaltungsprozesse.
Aber dEr DeUtScHe MiTtElStAnD höre ich sie rufen…
Meine Rede. Wir ersticken in altem Geld. 3/4 der großen Deutschen Vermögen stammen aus der Zeit vor der Bundesrepublik.
Die Vermögenden haben alles zu verlieren. Und was sie gewinnen können, fällt nicht groß ins Gewicht, weil sie schon so viel besitzen.
Früher waren Familienunternehmen wertvoll, weil sie nicht in Börsenwaurtalen gedacht haben. Heute stehen sie im Weg und verhindern Innovation und bessere Politik.