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Wahlergebnisse sind Ausdruck. Aber wenn die Ergebnisse der Wahlen nicht in politischen Folgen aufgehen dann wird der wählerwille irrelevant, oder? Siehe die Enteignung in Berlin.
Ich werde dir gesammelt in diesem Thread antworten, um nicht unnötig diesen Thread zuzuspammen.
Das stimmt. mit gewissen Einschränkungen:
Das ist falsch. SPD: wollte Reform der Schuldenbremse und kreditfinanzierten Investitionsfonds -> stimmte zu; Grüne: wollten Reform der Schuldenbremse -> stimmten zu, nachdem sie 100 Mrd. für den Klimafonds rausverhandelt hatten; Linke: wollten Abschaffung der Schuldenbremse, aber keine Aufrüstung -> stimmten dagegen (nicht dafür!).
Das ist in allen drei Fällen programmkonform. Und, wie bereits festgestellt, durch die jeweiligen Wähler in Umfragen auch komplett gedeckt.
Das Zinsargument kann man bringen, ist aber auch etwas anderes als das ursprünglich behauptete, dass diese Ausgaben an anderen Bereichen unmittelbar zu Kürzungen führen werden. Davon ab haben wir uns da dann aber auch in eine finanzpolitische Diskussion gewandelt, statt der eigentlichen demokratietheoretischen. Diesbezüglich ist der Fall nämlich ziemlich klar.
Womit die Ursprungsaussage “gegen die Mehrheit” wohl kassiert ist. Jetzt stattdessen den Anspruch zu stellen, dass Entscheidungen laufend plebiszitär bestätigt oder andernfalls zurückgenommen werden müssen, ist etwas, das du in keinem demokratischen System der Welt finden wirst. Zum Glück, wie ich finde. Wenn alles aufgrund der jeweils aktuellen Umfragen entschieden werden müsste, hätten wir schon sein Monaten einen AfD-Kanzler. Nein danke.
Außerdem vergisst du dabei folgendes: diese Änderung kann jederzeit mit der gleichen Mehrheit wieder gekippt werden und über die tatsächliche Höhe der Ausgaben wird jedes Jahr neu verhandelt.