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Das ist aber genau der nicht debattierte Teil der öffentlichen Diskussion um das Thema. Die Unterstützung der Ukraine liegt in unserem geostrategischen Interesse. Sobald man das aber ausspricht, ist natürlich das Tor offen über unser geostrategisches Interesse zu diskutieren. Dann liegen die üblichen Themen auf dem Tisch: Umgang mit Russland, Umgang mit NATO, mit China, Westbindung, etc. pipapo.
Um sich dieser Debatte nicht zu öffnen wird man abgebügelt mit “wir müssen doch den überfallenen Staaten bei der Selbstverteidigung helfen, unsere Werte, diesdas. Illegaler Angriffskrieg!”. Und dann wird die Doppelmoral halt an so einem Beispiel wie Iran deutlich. Das ist eben auch ein illegaler Angriffskrieg und man müsste den Angegriffenen unterstützen, wenn man es ernst meinte mit der regelbasierten Weltordnung und dem Rumgeschwadroniere über Werte. Und das ist, was mir so aufstößt bei dem Thema: entweder man erzählt mir was von Werten und handelt dann konsistent so, oder man gibt zu, dass es nicht um Werte sondern um Machtpolitik geht. Das ist auch OK. Aber mich nervt das Feigenblatt, das mich für dumm verkauft.
Ich denke besser kann man es nicht auf den Punkt bringen.
Dazu kommt: Sogar WENN man es mit der ganzen regelbasierten Weltordnung ernst meinen würde: Was will “man” machen? Den USA zur Unterstützung des Irans den Krieg erklären? Die Nation die etwa 80% der Welt digital an den Eiern hat stark sanktionieren?
Es ist keine Doppelmoral einem Unrechtsstaat wie Iran nicht helfen zu wollen.