Kurz gesagt: KI ist fundamental unvereinbar mit emanzipierten, egalitären und freiheitlichen Gesellschaften. Nicht weil KI von den falschen Dynamiken geprägt wird, sondern weil die Technologie genau dafür gebaut ist. […] KI ist keine Zukunftstechnologie und keine Innovation, derer sich linke Bewegungen bemächtigen sollten. Sie ist inhärent konservativ und homogenisierend und damit nicht etwa ein Maßstab für fortschrittliche Gesellschaften, sondern eine Zementierung des Status quo. […]
Diese Systeme übertragen Muster aus der Vergangenheit auf die Zukunft und beeinflussen individuelles und gesellschaftliches Handeln und Denken. Die Reproduktion von Mustern ist zwangsläufig konservativ, weil die Daten nur Vergangenes abbilden können.
Guter Artikel. Also aus linker Perspektive halte ich es auch für höchst problematisch, dass KI die Produktionsmittel komplett in Hand der Reichen verschiebt. Sonst kann es sich ja niemand leisten KI-Modelle zu trainieren…
Aber das ist sicherlich auch eins der größten gesellschaftlichen Probleme. Und jeder Mensch, der sich schoneinmal mit einem KI-Kundenbetreuungs-Bot unterhalten hat, weiß wahrscheinlich, dass die immer nur die 10 Standardprobleme abhandeln können. Ist da irgendwas besonderes dabei, bzw verlässt man die ausgetretenen Wege, scheitert es ziemlich sofort.
Weiterhin ist genau diese “datafizierte” Welt ja auch was unsere Gesellschaft im/durch das Internet zerstört. Und all den Algorithmen auf den Mainstream-Plattformen. Gut zu sehen an den USA, die uns da ein ganzes Stück voraus sind. Also dumm und zu konsumierenden Schafen macht es uns ohnehin, das ist ja Sinn der Sache… Bleibt nur zu diskutieren ob es die Menschen auch zwangsläufig rechtsradikal macht, oder ob das nur die “falsche Anwendung” ist.