Schon bis Ende Juni dieses Jahres, schätzt das RKI laut den am Donnerstag vorgelegten Zahlen, gab es bereits 5.120 Hitzetote. Die Auswirkungen der Extremhitze könnten sogar noch größer sein als mit dem Hitze-Modell berechnet, schrieb das RKI in seinem Wochenbericht mit Verweis auf das Statistische Bundesamt. Das hatte allein für die Woche vom 22. bis 28. Juni eine Übersterblichkeit von 6.800 geschätzt. Das heißt, es sind Tausende mehr gestorben, als aufgrund der Zahlen aus den Vorjahren zu erwarten war.
Wie dramatisch sich die Hitzewelle auswirkt, zeigen vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte vorläufige Tageswerte. Demnach sind am 28. Juni in Deutschland 4.452 Menschen gestorben. Das ist der mit Abstand höchste Wert in der Tabelle des Amtes, in der die Sterbezahlen zu jedem Tag seit 2021 erfasst sind.
Betroffen sind aber auch jüngere. Laut RKI gab es rund 300 Hitzetote, die jünger als 65 Jahre alt waren. Hinzu kommen Menschen, die indirekt Opfer der Hitze wurden. So sind laut der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft DLRG im Juni in Deutschland mindestens 99 Menschen ertrunken.
Auch bei den jüngeren Toten jener Tage könnte die Politik was machen: Mehr Schwimmbäder in denen man sicherer schwimmen üben kann (viele Gemeinden haben die dicht gemacht - aus Kostengründen), und kühlere öffentliche Orte, z.B. Plätze mit Bäumen oder Nebelduschen. Oder tolle Brunnen wie dieser wunderschöne vorm Münchner Lenbachhaus - die sind auch für Kinder toll.
In München gibt’s ein Bürgerbegehren für mehr Bäume, und die werden dringend gebraucht.