Ich mag es nicht mehr, mit kognitiv beeinträchtigten Menschen zu arbeiten, mit inkontinenten, alten Menschen mit einer schlechten Einstellung bei der Intimpflege zu betreuen und mit Angehörigen, die dich anschreien.

Blutproben zu entnehmen, über Behandlungen zu beraten, informieren, was sie ausfüllen müssen, wie die Anatomie aussieht, wie Medikamente wirken, die Nachsorge von Patienten zu planen, würde mich nicht stören.

Wenn ihr vor allem alleine arbeitet, gibt es etwas, das ihr vermisst? Alleine zu arbeiten scheint ruhig zu sein (keine neue Anordnungen alle 2 Minuten).

Verdient ihr viel weniger als bei einer Stelle mit direkten Patientenkontakt?

Ist eurer neuer Arbeitsweg deutlich länger?

  • Tartufo@lemmy.world
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    3 days ago

    Hab den selben Eindruck wie du.

    Wichtig ist vielleicht auch mal kurz zu betonen, dass das voll OK ist sich beruflich erstmal zu verrennen. Es gibt so vieles und man lernt sich selbst auch teilweise erst während des ersten Jobs nochmal besser kennen was absolute Abneigungen angeht. Gerade sowas wie Umgang mit Patienten oder Kunden lernt man vorher einfach nicht kennen und geht daher auch gern erstmal mit falschen Vorstellungen von der eigenen Leidensfähigkeit rein.

    Problematisch wird es dann, wenn man sich weigert einzugestehen, dass irgendwas für einen selbst einfach komplett falsch ist. Nicht nur, weil dann Patienten/Kunden/wer-auch-immer drunter leiden: Man macht sich selbst langfristig damit auch kaputt.