Am 5. Juli ist ein Änderungsantrag bekannt geworden, der psychotherapeutischen Praxen die wirtschaftliche Grundlage entziehen soll. Wenn CDU/CSU und SPD diesen Antrag am 10. Juli beschließen, bedeutet das nicht weniger als den Beginn der flächendeckenden Abschaffung psychotherapeutischer Praxen.

Das passiert gerade:

  1. Erst wurden Honorare gekürzt.

  2. Dann wurde der Versorgungsabbau vorbereitet: Rund 70 Prozent der Praxen sollen statt 30 nur noch 18 Patientinnen und Patienten pro Woche behandeln dürfen.

  3. Und nun soll mit der Streichung des gesetzlichen Schutzes des Mindesthonorars der Todesstoß folgen.

In der Realität bedeutet das: fallende Einkommen, massive Unsicherheit, entwertete Kassensitze, zerstörte Berufsbiografien – und am Ende weniger Praxen, keine Behandlung.

  • skoell13@lemmy.zip
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    7 days ago

    Ich kenn mich null aus, aber ich glaube das Problem mit dem Wegfall des Mindesthknorar ist, dass die Krankenkassen dann evtl versuchen die Preise zu drücken und nicht mehr das zahlen wollen, was sie bisher gezahlt haben. Dann können Therapeuten das verlangen, was sie wollen, aber wenn es die Krankenkasse nicht zahlt, gibt es weniger Patienten. Zudem gibt es ja auch Kassensitze für Therapeuten:

    Ein Kassensitz in der Psychotherapie ist die offizielle Zulassung durch die Kassenärztliche Vereinigung, die es approbierten Psychotherapeut:innen erlaubt, gesetzlich versicherte Patient:innen zu behandeln und ihre Leistungen über die gesetzlichen Krankenkassen abzurechnen.