Meine Tochter ist jetzt 15 und hat neulich kiffen ausprobiert. Ich kann mir vorstellen, dass sie jetzt öfters mal weiter probiert.

  • Wie geht ihr damit um?
  • Wo sind bei euch Grenzen?
  • Wie viel erlaubt ihr?
  • Wie offen geht ihr damit um, ohne es auf eine Stufe wie Limonade zu heben?

Hintergrund: Habe selbst alles ausprobiert und kiffe selten selber noch. Habe in meiner Jugend 4 Freunde an Drogen verloren: 2 in die Klapse (davon einer Selbstmord) und 2 später gestorben wegen „Drogenkarriere“. Alles nicht nur wegen Kiffen. Hatte aber einen beträchtlichen Anteil. Ist halt keine Limonade.

  • nicerdicer@feddit.org
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    8 days ago

    Wie geht ihr damit um?

    Ich würde versuchen, die Tochter im Gespräch aufzuklären, und zwar realistisch (also nicht Reefer-Madmess-Style, sondern z.B. auch die Nachteile, die mit dem Kiffen einhergehen, aufzuzeigen: Sie ist noch 15, d.h. das Gehirn ist gerade noch dabei, sich zu entwickeln. Wenn sie jetzt beginnt, Ihren Konsum zu festigen und regelmäßig konsumiert, dann bekommt sie evtl. später mit 18 Probleme dem Führerschein, wenn auf THC getestet wird. Allgemeine Verkehrskontrollen sind dank des Personalmangels ja äußertst selten geworden, aber es reicht ja, wenn man in einen Umfall verwickelt worden ist, an dem man keine Schuld trägt.

    Ich habe selber in früheren Jahren viel weggikifft. Inzwischen mache ich das aber nicht mehr, weil ich mir das aus beruflichen Gründen nicht mehr erlauben kann. Im Studium war das kein Problem. Allerdings bin ich auch relativ spät damit angefangen, so mit ca. 20. Im Schnitt kiffe ich inzwischen vielleicht alle 2 Jahre mal, je nach dem, wie sich Quellen auftun und ob lich Urlaub und dann keine Verpflichtungen habe.
    Die Leute, die ich im Laufe der Kifferei kennengelernt habe, funktionieren alle normal. Inzwischen haben fast alle das Kiffen wegen des Berufs oder der Kinder eingestellt. Diejenigen, die ganz klar abgestürzt sind, haben sehr jung angefangen (ich kannte einen, der hat geraucht und gekifft und auch Alkohol getrunken seit er 12 ist) und/oder kamen aus sehr schwierigen familiären Verhältnissen, in denen sich bereits sehr früh psychische Belastungen manifesitert haben.

    Wo sind bei euch Grenzen?

    Da auch das Rauchen erst mit 18 Jahren erlaubt ist, gilt das wohl auch für das Kiffen. Somit ist hier die Grenze gesetzt. Beim Alkohol gibt es ja noch die Regelung, dass man “unter Aufsicht der Eltern” trinken darf, aber ich bezweifle, dass das auch für Gras gilt.

    Wie offen geht ihr damit um, ohne es auf eine Stufe wie Limonade zu heben?

    Aufklärung. Kiffen bringt einen nicht um. Wenn man mal kifft, dann wirft einen das auch lange Sicht nicht aus der Bahn. Aber (gerade das regelmäßige) Kiffen erzeugt eine gewisse Zufriedenheit mit der Welt, die verhindern kann, dass man selber aktiv etwas in der Welt ändert. Das kann im Kleinen schon bedeuten, dass man den Abwasch nicht mehr macht, oder man die kaputte Lampe im Zimmer nicht repariert, denn es geht ja auch so.

    Gerade, wenn man anfängt, in jungen Jahren (also noch in der Pubertät) zu kiffen, kann es einem das Hirn zerficken, da sich das Hirn nioch entwickelt. In ideser Zeit ist, denke ich, die Gefahr am größten, abzustürzen.

    Höchstwahrscheinlich kifft deine Tochter, um sich ihrer Peergroup zugehörig zu fühlen. Versuche, deine Tocher davon zu überzeugen, dass sie wenigstens bis zur Volljährigkeit damit wartet. Vielleicht wäre es ein Anzeiz, sie z.B. beim Führerschein etwas zu bezuschussen, wenn sie bis zur Volljährigkeit mit dem Kiffen wartet.

    Disclaimer: Ich habe keine Kinder

    • Herbal Gamer@sh.itjust.works
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      8 days ago

      Diejenigen, die ganz klar abgestürzt sind, haben sehr jung angefangen

      Hallo, bin so einer (mit 13 angefangen)

      Ist mehr ein Symptom von Depressionen jetzt aber wäre besser gewesen wenn ich erst später angefangen hätte.

      • DrunkenPirate@feddit.orgOP
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        7 days ago

        Ich möchte die nicht zu nahe treten und würde dir gerne raten, Hilfe zu suchen.

        Dass du mit 13 angefangen hast, liegt nicht an dir, sondern deinem Umfeld. Vermutlich Familie oder Freunde oder beides.

        Meine zwei drei Kumpels von damals, die mit der „Drogenkarriere“ hatten auch mit um die 12 angefangen. Ich glaube Schnaps, Zigaretten oder so. Einer bis 35, der andere bis 40 geschafft.

        Irgendwann kommst du da geistig nicht mehr raus. Du scheinst ja vernünftig denken zu können (nicht bös gemeint. Aber die drei Kumpels…weia)

    • DrunkenPirate@feddit.orgOP
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      7 days ago

      Danke für die Anregungen. Aufklärung habe ich schon angefangen - gerade wegen den harten Sachen.

      Bis 18 werde ich das wohl nicht rauszögern können. Da muss ich was anderes überlegen. Und den Gedanken mit dem Führerschein finde ich gut.