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Mit “CDU pur” sei “eine Linie verkauft worden, die maximal hart und kantig sein soll”, schrieb Radtke. Damit habe Merz die Partei aber zu einseitig konservativ aufgestellt, zu Lasten der liberalen und christlich-sozialen Strömungen in der Partei.
Radtke beklagte, dass der Sozialflügel zum Schaden der ganzen Partei in der Merz-CDU marginalisiert worden sei: “Wer das christlich-soziale Element als Gedöns und seine Vertreterinnen und Vertreter zu Nervensägen erklärt, geht konsequent am Kern und am einstmaligen Erfolgskonzept von Christdemokratie vorbei.”
Dem Anspruch, “die Partei der fleißigen Menschen” zu sein, “werden wir als Partei aktuell erkennbar nicht gerecht”, kritisierte Radtke. “Wenn 70 Prozent der Wählerinnen und Wähler, die wir in Sachsen-Anhalt verloren haben, sagen, dass die CDU sich nicht um Arbeitnehmer kümmert, dann müssen die Alarmglocken schrillen.”
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Ich will ehrlich sein, ich finde die zitierten Aussagen grundsätzlich nicht mal falsch. Aber ich habe den CDA vorher nie bewusst irgendwie zur Kenntnis genommen und dachte, ich lauf am Postillon vorbei.
Wenn du den heutigen CDUlern die Forderungen der CDU aus der Anfangszeit der BRD vorlesen würdest, bekämen die von so viel Sozialismus einen Herzinfarkt.
Das ist eine alte Strömung in der CDU. Zu Zeiten Norbert Blüms hatten die noch mehr zu sagen. Es gab auch ganz früher CDUler die einen christlichen Sozialismus angestrebt haben.
Blüm hatte immerhin die Funktion des Feigenblatts. Ansonsten muss ich aber, auch wenn er mir selbst für einen CDA-Vertreter zu neoliberal ist, Radtke da zumindest in Schutz nehmen: Seit Merz sich Linnemann an die Seite geholt hat und mit ihm den Sozialabbau zum Kernthema gemacht hat, nimmt Radtke Merz wie kein zweiter mit höherem Posten in der Union öffentlich in die Zange. Was längst so weit geht, dass die inzwischen anscheinend nur noch über- und nicht mehr miteinander reden.
Und das eben schon, bevor es en vogue war, im Kanzlerwahlverein gegen Merz zu schießen.
Die sicheren Renten Blüm. Die Arbeitnehmer wurden auch schon damals verarscht.
War auch nicht der beste, hatte allerdings kapitalmarktgedeckte Staatsfonds nach norwegischem Vorbild geplant, die wären heute fett und reif.
Hat die FDP dann verhindert, weil deren Klientel 0,5% Zusatzbeiträge auf Löhne und Gehälter nicht zuzumuten waren 🥳
Und wovon nährt sich dieser norwegische Staatsfonds? Durch den Mietenwahnsinn in Berlin, NRW und der halben Republik, der die Leute in Massen in die Armut treibt.
Wenn das die Zukunft sein soll, möchte ich kein Teil dieser Zukunft sein.