Finanzministerium will Bargeldzwang verbieten

Wenn der (für das Deutschlandticket zwangsweise mitzuführende) Personalausweis tatsächlich in die E-Wallet wandert und auch das 👇 2027 noch Realität wird, fange ich ganz, ganz langsam an, einen klein bisschen Hoffnung in dieses Land aufzubauen.

Wer kein Bargeld dabeihat, kann den Döner oder Kaffee bisher oft nicht bezahlen. Das soll sich ändern. Klingbeils Finanzministerium arbeitet an einem Gesetzesentwurf. Dieser soll noch in diesem Jahr beschlossen werden, das sei der Plan.

Überall auch mit Karte zahlen - Klingbeil will “Cash only” in Geschäften beenden

#Bargeldzwang #Finanzen #Klingbeil #depol #Finanzpolitik #Geldpolitik #Geld #Bargeld @dach

  • poVoq@slrpnk.net
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    4 days ago

    Visa und Mastercard reiben sich die Hände, und das Sterben kleiner Läden wird sich noch beschleunigen.

      • poVoq@slrpnk.net
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        2 days ago

        Weil die Gebüren für die Bezahlterminals und Kartenzahlung den mageren Gewinn auffressen. Ansonsten siehe die Diskussion weiter unten.

        • Oliver@lemmy.ca
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          2 days ago

          Während meiner Erfahrung in solch einem Kleinbetrieb waren die Verluste durch Blüten, welche in der Kasse landeten, weit größer als die mageren Abgaben für die Annahme von Kartenzahlungen.

          Um mal ein wenig Tageslicht an das wiederkehrende Argument der Gebühren zu bringen:

          Das kleine Café in unserem Beispiel hat einen monatlichen Umsatz von 8.000 Euro und führt 400 Transaktionen im Monat durch. Etwa 30% der Zahlungen erfolgen über Visa- oder MasterCard-Kreditkarten. Bei einem durchschnittlichen Transaktionsbetrag von 25 Euro und einer Kreditkartengebühr von 1,19% können wir die monatlichen Kosten leicht berechnen.

          Die Gesamtkosten setzen sich aus den Transaktionsgebühren, der Service-Pauschale und den Einrichtungsgebühren zusammen. Die monatlichen Gesamtkosten bei Kartenzahlungen betragen maximal 76 Euro, während die monatlichen kartenzahlung kosten für ein gemietetes Kartenterminal bei einem Umsatz von 8.000 Euro 83,54 Euro betragen.

          Quelle

          Und das sind die Gebühren bei Kreditkartenzahlungen. Bei Debitkarten sind sie ja nochmals deutlich niedriger gedeckelt und kein Vergleich zu dem, was PayPal, Lieferando & Co. den Händler:innen abzwacken.

          • poVoq@slrpnk.net
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            2 days ago

            Das ist aber keine realistische Rechnung. Das kleine Kaffee in dem Kunden durchschnittlich 25€ zahlen möchte ich mal sehen. In Hamburg Blankenese vielleicht.

            Bei kleineren Beträgen fallen die Mindestgebüren viel stärker ins Gewicht, Extrembeispiel wäre die Eisdiele wo jemand ein Eis mit einer Kugel mit Karte zahlt.

            Und ja, es kann gut sein das sich das am Ende des Monats dann doch irgendwie noch so eben rechnet, aber kleine Läden werden meist nicht geführt damit der Besitzer so eben mit Mindestlohn über die Runden kommt. Den Stress und das unternehmerische Risiko tut sich niemand für was vergleichbares zum Mindestlohn an.

            • Oliver@lemmy.ca
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              2 days ago

              Das ist aber keine realistische Rechnung. Bei kleineren Beträgen fallen die Mindestgebüren viel stärker ins Gewicht, Extrembeispiel wäre die Eisdiele wo jemand ein Eis mit einer Kugel mit Karte zahlt.

              Auch hier gerne Fakten statt Gefühle: Erstes Ergebnis - Future Payments verlangt eine Mindestgebühr von sagenhaften 0,04€ pro Transaktion.

              Das ist gegenüber dem Zeit- und somit Kostenaufwand beim Kleingeld wechseln zuzüglich Gebühren für Kleingeldbeschaffung und Aufwand der Bargeldeinzahlung (inklusive Ausfall durch Blüten) nahezu nichts. Jede:r von uns weiß, wie viel länger die Bargeldabrechnung an der Supermarktkasse gegenüber der Zahlung per NFC dauert. Das sind erhebliche Kosten für den Handel. Und der Zeitfaktor schlägt sich bei der Abrechnung im Café noch weit deutlicher auf die Kosten und ergo den Gewinn aus.

              • poVoq@slrpnk.net
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                2 days ago

                4 ct ist bei kleineren Beträgen meist die Hälfte des Gewinns 🤷 Und der Bargeld Aufwand fällt ja nicht weg dadurch das man auch mit Karte zahlen kann.

                Und das mit dem schneller bezahlen ist ein absolutes Gerücht; Es ist die Ausnahme das das mal schneller geht in kleinen Läden. Normalerweise muss erstmal das Gerät gestartet werden, dann frickeln die Leute mit irgendwelche Händy apps rum, das geht dann nicht, dann wird die Karte rausgesucht, dann dauert dann ewig bis die Kommunikation mit dem Server durch ist, und in der zwischen Zeit haben neben an drei Leute mit Bargeld bezahlt 😵‍💫

    • AAA@feddit.org
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      4 days ago

      Jaja, die Mär vom kleinen Laden der an der Kartenzahlung zugrunde geht.

        • HaraldvonBlauzahn@feddit.org
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          4 days ago

          Auch eine schöne Mär: Jeder kleine Laden, der Bargeld nimmt, hinterzieht steuern.

          Was die großen Läden angeht: Zahlt Amazon nennenswert Steuern?

        • poVoq@slrpnk.net
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          4 days ago

          Und selbst wenn es stimmen würde, lieber ein kleiner Laden der existiert weil er etwas am Fiskus vorbei schmuggelt als gar keiner. Und der mögliche steuerliche Schaden von sowas ist eh gesamtgesellschaftlich vernachlässigbar. Im Gegenteil, ein Laden der existiert, zahlt quasi immer mehr Steuern als einer der nicht mehr existiert.